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35 Jahre Satellitenentwicklung an der TU Berlin: Berliner Erfolgsgeschichte mit internationaler Strahlkraft

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Seit 35 Jahren prägt die Technische Universität Berlin die Entwicklung innovativer Kleinsatelliten und zählt heute zu den weltweit führenden Hochschulen auf diesem Gebiet. Mit inzwischen 32 erfolgreich gestarteten Satelliten blickt die Universität auf eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte zurück, die Forschung, Lehre und Technologietransfer eng miteinander verbindet. Dieses Jubiläum wurde im Juli 2026 im Rahmen einer öffentlichen Vortragsveranstaltung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) gewürdigt.

Den Grundstein legte Prof. Dr.-Ing. Udo Renner, der 1985 den Lehrstuhl für Raumfahrttechnik an der TU Berlin übernahm. Unter seiner Leitung entstand mit TUBSAT-1 der erste deutsche Hochschulsatellit, der 1991 erfolgreich in den Orbit gebracht wurde. Es folgten zahlreiche weitere Missionen, die neue Technologien für Kommunikation, Lageregelung und Erdbeobachtung erprobten. Einige der Satelliten waren dabei bis zu 19 Jahre im Einsatz und übertrafen ihre geplante Lebensdauer deutlich.

Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß entwickelte sich das Berliner Satellitenprogramm kontinuierlich weiter. Der Fokus verlagerte sich auf moderne CubeSats und Nanosatelliten, darunter die international bekannten BEESAT-Missionen, die neue Technologien unter realen Weltraumbedingungen demonstrierten. Seit 2021 führt Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll diese Tradition fort und setzt mit aktuellen Forschungsprojekten unter anderem in den Bereichen verteilte Raumfahrtsysteme, robotische Satelliten sowie Mond- und Erdbeobachtungsmissionen neue Schwerpunkte.

Die Satellitenentwicklung an der TU Berlin steht beispielhaft für die Innovationskraft des Berliner Raumfahrtstandorts. Über Jahrzehnte hinweg wurden hier nicht nur technologische Meilensteine erreicht, sondern auch zahlreiche Ingenieurinnen und Ingenieure ausgebildet, die heute in Forschungseinrichtungen, Start-ups und etablierten Unternehmen der internationalen Raumfahrtbranche tätig sind. Damit leistet die TU Berlin einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Berliner und Brandenburger Space-Ökosystems.

Die Erfolgsgeschichte zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung langfristige Investitionen in Forschung, Ausbildung und Technologietransfer für die Raumfahrt haben. Mit ihrer engen Verzahnung von Wissenschaft und Praxis bleibt die TU Berlin auch künftig ein wichtiger Innovationsmotor für die deutsche und europäische Raumfahrt.

FOTO: Nico Knobel

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