Impressionen aus der Luft

Dass Berlin und Brandenburg einiges zu bieten haben, sieht man auch von oben. Luftbild-Fotograf Wolff Glaeser on Helicolor-Luftbild-Ost hat die schönsten Impressionen der Hauptstadtregion eingefangen.

Kontakt zum Fotografen:

Helicolor-Luftbild-Ost GmbH
Wolf Glaeser
Mittelstraße 9
12529 Schönefeld

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Neue Voraussetzungen beeinflussen maßgeblich die ILA Berlin 2022. Der Vollbetrieb am BER, weniger Platz und nicht zuletzt Corona bringen Veränderungen mit sich. Dennoch ist eines klar: Die Ausstellung großer und kleiner Flugzeuge, ziviler und militärischer Maschinen sowie ein Flugprogramm sind auch in diesem Jahr zentrale Elemente der ILA Berlin.

Seit 2012 lockt die ILA Berlin im zweijährigen Rhythmus Aussteller, Fachbesucher und Zuschauer nach Selchow auf das Messegelände Berlin ExpoCenter Airport. Die Vorbereitungen für die ILA Berlin 2022 sind bei den Veranstaltern, Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) und Messe Berlin, in vollem Gange. Unter dem Motto „Pioneering Aerospace“ öffnet die ILA vom 22. bis zum 26. Juni 2022 ihre Tore und wird zum Schauplatz zukunftsweisender Technologien und nachhaltiger Luftfahrt.

Damit findet die größte Luftfahrtmesse Deutschlands nach der coronabedingten vierjährigen Zwangspause erstmals neben dem Vollbetrieb am BER statt. Das Flugprogramm muss sich in den vollen Sommerflugbetrieb des Hauptstadtflughafens eingliedern. Kein leichtes Unterfangen. Pro Tag soll es drei bis vier ausgewählte Vorführungen geben. Kunstflugstaffeln und die Darbietungen historischer Flugzeuge sind unter den neuen Voraussetzungen leider nicht mehr möglich. 

Die Corona-Pandemie hat vor allem auf den Zugang zum Messegelände Einfluss: So wird es vor Ort sowohl an den Fachbesucher- wie auch an den Publikumstagen eine Höchstteilnehmerzahl von 10.000 Personen pro Tag geben. Darüber hinaus können Tickets nur noch online über den Ticketshop erworben werden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die ILA Berlin 2022 wird anders. Denn auch die Voraussetzungen für die Durchführung der Messe und die Rahmenbedingungen in der Luftfahrt sind andere geworden.

 

Die Aufnahme des Geländes der ILA Berlin aus dem Jahr 2018 wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

 

Vor über 100 Jahren entstanden die berühmten Beelitzer Heilstätten. Heute können Sie in luftiger Höhe auf dem über 700 Meter langen Baumkronenpfad in die Geschichte der ehemals größten Lungenheilstätte Deutschlands eintauchen. Eine Stahl- und Holzkonstruktion führt die Besucher in rund 20 Metern Höhe an den denkmalgeschützten Gebäuden vorbei und bietet einen eindrucksvollen Blick über die malerische Parkanlage.

Der Baumkronenpfad überquert in seinem Verlauf die Ruine des 1945 durch einen Brand zerstörten Pavillons B IV der Frauen-Lungenheilstätte. Hier sind die Relikte des sogenannten „Alpenhauses“ zum Greifen nah. Informationstafeln entlang des Pfads informieren über die Geschichte der Heilstätte mit seinen verschiedenen Gebäuden und die Vielfalt der Gewächse in der weitläufigen Parkanlage.

Spannende Entdeckungen – auf und unter dem Baumkronenpfad

Einst sollten sich in Beelitz die Arbeiter der Reichshauptstadt Berlin von der damals grassierenden Tuberkulose erholen. Nach dem zweiten Weltkrieg dienten die nutzbaren Gebäude der sowjetischen Armee als Krankenhaus. Nach deren Abzug im Jahr 1994 fiel das Areal dem Vandalismus zum Opfer. Die unterschiedliche Nutzung der Gebäude und die vielen Besucher haben sichtbare Spuren in dem Gelände hinterlassen. Der besondere Charme entsteht vor allem dadurch, dass die Natur sich Teile der Gebäude zurückerobert hat.

Ein besonderes botanisches Highlight verdankt der Baumkronenpfad der schwärzesten Stunde in der Geschichte der Beelitzer Heilstätten: 1945 lieferten sich die Armee Wenk und die Rote Armee heftige Kämpfe auf dem Areal. Dabei geriet das „Alpenhaus“ in Brand. Die aufsteigende Asche wurde jedoch durch einsetzenden Regen zurück auf die Dachkonstruktion gedrückt. Auf der dadurch entstehenden mineralreichen Schicht wuchs über Jahrzehnte ein Kiefern-Dachwald. Damit wachsen die Bäume dort trotz der spärlichen Wasserversorgung und dem geringen Erdreich teilweise seit mehr als 70 Jahren. Mittlerweile halten mit ihren Wurzeln die Decke des „Alpenhauses“.

Besonderheiten wie diese haben dazu beigetragen, dass die Beelitzer Heilstätten heute einer der meistfotografierten Orte Deutschlands sind. Viele international bekannte Filme wurde dort gedreht, unter anderem Der Pianist, Operation Walküre, Hotel Adlon und Street Dance.

Informationen zu Preisen und Öffnungszeiten des Baumkronenpfads sowie zu Führungen durch die verschiedenen Gebäude auf dem Areal finden Sie unter: https://baumundzeit.de/.

 

Die Aufnahme des Baumkronenpfads Beelitz-Heilstätten wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

 

Eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Hauptstadtregion befindet sich gleich um die Ecke von Potsdam und Berlin. Die Stadt Werder lockt mit ihrer historischen Altstadt, den Obst- und Weinbauplantagen und den vielfältigen Wassersportangeboten jedes Jahr hunderttausende Gäste an. Von großstädtischer Hektik ist dort nichts zu spüren. Die Inselstadt verbreitet Ruhe und Beschaulichkeit.

Spannende Entdeckungen – zu Fuß und auf dem Wasser

Verwinkelte schmale Gassen und liebevoll sanierte Obstzüchter- und Fischerhäuser geben der Inselstadt ein ganz besonderes mediterranes Flair. Bereits aus der Ferne sind die Heilig-Geist-Kirche und die restaurierte Bockwindmühle ein echter Blickfang. Die Heilig-Geist-Kirche mit ihrem 45 Meter hohen Turm gilt als eines der Wahrzeichen von Werder. Weiterhin prägend ist die Bockwindmühle auf dem Mühlenberg. Nach einem Brand wurde diese aufgrund des hartnäckigen Engagements der Einwohner 1987 wieder aufgebaut und bietet seitdem einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt bis hin zur Havel.

Auf dem Trockenen muss in Werder niemand sitzen. Die Inselstadt ist umgeben von der Havel und zahlreichen Seen. Dort können Besucher Kanus, Kajaks, Motorboote, oder Segelyachten ausleihen. Neben den traditionellen Wassersportarten wie Rudern und Segeln bietet Werder auch Möglichkeiten zum Surfen, Wasserski fahren und Paragliding.

Obstkammer, Baumblütenfest und Weinbau: Eine Stadt mit vielen Facetten

Im Frühjahr führt eine Wanderung auf dem Panaromaweg Werderobst vorbei an den in voller Blüte stehenden Obstbäumen, die die Obstplantagen in ein Meer aus weiß und rosa tauchen. Im Sommer und Herbst sind die Bäume dicht mit Früchten behangen.

Die Tradition des Obstanbaus reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1879 bewarben die Obstbauern ihre Früchte und Produkte erstmals im Rahmen des Baumblütenfestes. Seitdem können Besucher den leckeren Obstwein der Werderschen Obstbauern immer in der Woche um den ersten Mai herum probieren. Das Baumblütenfest gilt heute als eines der größten Volksfeste Deutschlands.

Das milde Klima, die sandigen Böden und viel Sonnen wirken sich nicht nur auf den Anbau von Obst, sondern auch auf den Weinanbau positiv aus. Seit 1985 gedeihen auf dem Wachtelberg auf einer Fläche von rund fünf Hektar unter anderem Rebsorten wie Müller-Thurgau, Regent und Dornfelder.

 

Die Aufnahme der Inselstadt Werder wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Am Rande der Stadt Bad Belzig liegt auf dem Bricciusberg die Festungsanlage Burg Eisenhardt. Sie gilt als größte Höhenfestung Norddeutschlands. Die imposante Anlage ist von einem dichten Netz an Wanderwegen umgeben, die so manche Skurrilität bereithalten: So befindet sich dort der Mittelpunkt der ehemaligen DDR und das höchste Gipfelkreuz Brandenburgs.

Die Burg wurde erstmals 997 urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Anlage immer wieder verändert. So wurde sie unter anderem zu einer modernen Festung mit Hakenbüchsen und Rondellen ausgebaut und erhielt fürstliche Wohnunterkünfte. Von 1991 bis 2008 wurde die Burg Eisenhardt umfassend saniert. Heute beherbergt sie unter anderem eine Chocolaterie, eine Außenstelle des Standesamtes Bad Belzig, eine Bibliothek sowie ein Hotel. Das Heimatmuseum befindet sich im spätgotischen Torhaus der Burganlage und informiert insbesondere über die Geschichte der Burg, die Landwehrschlacht bei Hagelberg und über historisches Handwerk.

Burg Eisenhardt ist zudem immer wieder Zentrum kultureller Veranstaltungen: Ritterspektakel mit gewandten Musikern, Künstlern, Handwerkern und Händlern geben Einblick ein vergangene Lebenswelten. Darüber hinaus finden im Innenhof der Burganlage regelmäßig Open-Air-Konzerte – beispielsweise von der Band Keimzeit – statt.

Informationen zur Burg Eisenhardt und den vielfältigen Erlebnissen in und um die Anlage finden Sie unter: https://www.burgeisenhardt.de/

 

Die Aufnahme der Burg Eisenhardt wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Seit der Wiedervereinigung hat sich Waltersdorf in der Brandenburger Gemeinde Schönefeld zu einem Ortsteil entwickelt, der über eine moderne Infrastruktur verfügt. Vor allem durch sein Gewerbegebiet „Einrichtungscenter Waltersdorf“ ist der Ortsteil überregional bekannt. Seit der Eröffnung des Flughafens BER gehören auch die Flugzeuge zum Stadtbild. Denn die Einflugschneise verläuft unmittelbar über dem Gewerbegebiet, dass mit seinen dort ansässigen Einzel- und Großhändlern jährlich rund sieben Millionen Kunden anlockt.

Mit der politischen Wende begann ab 1990 die Veränderung der ehemaligen Agrargemeinde Waltersdorf hin zu einem gut florierenden Gewerbepark, der neben Dienstleistungs- und Handelsarealen auch Büro-, Ausstellungs- und Lagerflächen bietet. 1993 öffneten die ersten Unternehmen ihre Türen. Heute bieten Höffner, IKEA, Kibek, Media Markt, Metro und Smyths Toys sowie viele andere rund 2.000 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Auch Luftfahrtunternehmen finden sich in dem kleinen Ortsteil: So betreibt das auf Weiterbildungen und Umschulungen spezialisierte Berufsfortbildungswerk (bfw) in Waltersdorf eine moderne Lehrwerkstatt.

Auch im historischen Dorfkern von Waltersdorf spiegelt sich der Aufschwung wieder: Um die Dorfkirche herum entstanden ein neues Ortszentrum, der Gemeindehof, ein Bürohaus sowie neue Wohnungen. Waltersdorf ist damit nicht nur ein attraktiver Ort für einen Einkaufsbummel, sondern auch ein florierender und familienfreundlicher Platz zum Leben.

Die Aufnahme des Einrichtungscenters Waltersdorf wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Im November endete die Online-Erörterung zu den Einwendungen gegen die geplante Gigafactory von Tesla in Grünheide. Damit laufen die letzten Prüfungen vor Erteilung der Gesamtgenehmigung. Zwar legt das brandenburgische Umweltministerium keinen Zeitpunkt für eine Entscheidung fest, Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hält es jedoch Medienberichten zufolge für realistisch, dass das erste Auto noch in diesem Jahr vom Band rollt.

Das Testband hat Tesla bereits probeweise angeschaltet: Die vorliegenden vorzeitigen Zulassungen für die einzelnen Bauabschnitte erlauben es, eine begrenzte Anzahl von Testkarossen herzustellen. So sollen die Anlagen und Fertigungsprozesse in der Roboterfertigungsstraße, der Gießerei und der Lackiererei getestet werden. Die dabei produzierten Teile dürfen aber nicht verkauft werden.

Liegt die finale Genehmigung vor sollen in einer Ausbaustufe bis zu 500.000 Autos pro Jahr von den 12.000 Mitarbeitern hergestellt werden. Hinzu kommen weitere 2.000 Arbeitsplätze in der geplanten Batterie- und Recyclingfabrik.

Tesla verzichtet auf Milliarden-Förderung

Ende November überraschte der Autobauer mit der Mitteilung, er werde beim Bau seiner Batteriefabrik auf die staatliche Förderung in Höhe von 1,135 Mrd. Euro verzichten. Einen entsprechenden Förderantrag hatte das Unternehmen ohne Angaben von Gründen zurückgezogen, obwohl die EU die Förderung bereits genehmigt hatte und der Förderbescheid durch das Bundeswirtschaftsministerium weitgehend vorbereitet war. An seinen Planungen für den Bau der Batterie- und Recyclingfabrik will der Autobauer aber auch ohne staatliche Fördermittel festhalten.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Alle Jahre wieder fällt mit dem Black Friday der offizielle Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Doch nicht erst in diesem Jahr zeigt sich, dass die Kunden schon lange vorher auf der Suche nach Inspirationen und Angeboten sind. Obwohl der Oktober oft ein Synonyme für Kürbisschnitzen ist, ist der Monat auch der inoffizielle Beginn des Weihnachtsgeschäftes. Gekauft wird dabei nicht nur Vor-Ort, sondern immer häufiger Online. Der E-Commerce-Markt wird dabei von Amazon dominiert.

Um das höhere Bestell- und Lieferaufkommen in der Weihnachtszeit bewältigen zu können, stellt Amazon über 10.000 Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft in Deutschland ein. Diese werden sowohl in Logistik-, Sortier- und Verteilzentren eingesetzt. Sie unterstützen dir rund 19.000 Mitarbeiter an den deutschen Amazon-Standorten beim Kommissionieren, Verpacken und Ausliefern der Bestellungen.

Eines der Amazon-Logistikzentren befinden sich seit Herbst 2019 im brandenburgischen Kiekebusch. In dem circa 34.000 Quadratmeter großen Sortierzentrum kommen Pakete aus ganz Europa an. In Kiekebusch werden die Waren nach Postleitzahlen sortiert, bevor sie in die Verteilzentren kommen, von wo aus sie an die Kunden versendet werden.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Wer am Flughafen BER startet oder landet, kann sie kaum übersehen: Die Großbaustelle des Klärwerks Waßmannsdorf. Seit 2017 wird die Anlage für mehrere hundert Millionen Euro umfangreich erweitert, nachgerüstet und modernisiert. Die Baumaßnahmen sind notwendig, um die mit dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in Berlin und Brandenburg einhergehende zunehmende Abwassermenge auf höchstem Niveau reinigen zu können.

In einem ersten Schritt erfolgte zwischen 2017 und 2019 der Bau eines Mischwasserspeichers. Dieser riesige „Abwasserparkplatz“ fasst 50 Millionen Liter Abwasser – so viel wie kein anderer seiner Art in einem deutschen Klärwerk. Bis Jahresende 2021 werden zusätzliche Beckenlinien sowie eine Prozesswasserbehandlungsanlage in den regulären Betrieb gehen. Bis 2025 sollen auch die Bauarbeiten an der vierten Reinigungsstufe und der Klärschlammverwertungsanlage abgeschlossen sein. Damit wird das Klärwerk Waßmannsdorf zu einem der größten und modernsten Kläranlagen Deutschlands.

Vom Rittergut zur Großkläranlage

Wussten Sie, dass sich das Klärwerk auf einem ehemaligen Rittergut befindet? Im Jahr 1890 erwarb die Gemeinde Rixdorf das 600 Hektar große Rittergut Waßmannsdorf, um dort künftige Rieselfelder anzulegen und diese zur Entsorgung ihres Abwassers zu nutzen. Damit begann die dynamische Standort- und Technikgeschichte, die bis heute andauert.

 

Die Aufnahme des Klärwerk Waßmannsdorf wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Seit 2012 lockt die ILA Berlin im zweijährigen Rhythmus Aussteller, Fachbesucher und Zuschauer nach Selchow auf das Messegelände Berlin ExpoCenter Airport. Im Moment liegen die drei festen Hallen still dar, doch die Vorbereitungen für die nächste ILA Berlin sind bei den Veranstaltern, Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) und Messe Berlin, längst angelaufen. Die Zukunft der Messe war in den vergangenen Monaten ein großer Diskussionspunkt. Verschiedenste Veranstaltungsorte wurden geprüft. Letztlich war man sich einig: Die Ausstellung kleiner und großer Fluggeräte sowie die Flugshow sind zentrale Elemente der ILA Berlin und das Berlin ExpoCenter Airport bietet beste Voraussetzungen, die Highlights der Messe auch 2022 zu präsentieren.

Die Entstehung des Berlin ExpoCenter Airport

Am 18. August 2011 fiel der erste Spatenstich für das 250.000 m2 große Messegelände am Rande des Flughafens BER. Das Veranstaltungsareal liegt unmittelbar neben der Südbahn des Flughafens und ist über die Rollbahn Bravo mit diesem verbunden. Viele Freiflächen für die Präsentation von Fluggeräten aller Größen und Kategorien, drei feste Hallen ohne Säulen, ein eigener Tower für die Veranstaltungsleitung sowie eine große Kapazität an Parkplätzen zeichnen das Messegelände aus.

Initiiert wurde es von der Messe Berlin und der ZukunftsAgentur Brandenburg (heute Wirtschaftsförderung Brandenburg), die bis 2019 gemeinsam auch Gesellschafter des Areals waren. Vor rund zwei Jahren übernahm der Flughafen Berlin Brandenburg die Flächen und sicherte damit die Zukunft des Standortes. Zwischen den Messen kann die Flughafengesellschaft das Gelände nunmehr auch anderweitig nutzen.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Bis in weite Ferne leuchtet er: der letzte erhaltene Sendemast auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen. Zusammen mit den alten Sendehäusern erinnert er an den Ursprung des Rundfunks in Deutschland. Am 22. Dezember 1920 wurde dort mit einem Weihnachtskonzert die erste Rundfunksendung Deutschlands ausgestrahlt. Ein Großteil der Gebäude und technischen Anlage auf dem Areal stehen heute unter Denkmalschutz.

Ab 1911 wurden auf dem 130 Hektar großen Areal des Funkerbergs die ersten Sendeanlagen und eine Funkerkaserne errichtet. Das erhaltene Senderhaus 1 ist heute das älteste Senderhaus Deutschlands. Durch die rasante Entwicklung des Rundfunks zu Beginn der 1920er Jahre entwickelte sich auch das Funkerberg-Gelände rasant. Innerhalb weniger Jahre kamen zwei weitere Sendehäuser und zahlreiche Antennenanlagen hinzu.

In seiner Blütezeit standen über 20 Sendemasten und Sendetürme auf dem Funkerberg. Das Herzstück bildete der 243-Meter hohe Mittelturm. Obwohl die Ingenieure und Erbauer in der Planung den Winddruck auf den Turm berücksichtigt hatten, stürzte dieser 1972 bei einem Orkan ein. Danach waren auch die umgebenden 210-Meter hohen Masten praktisch unbrauchbar und wurde durch Sprengung entfernt. Der einzige noch stehende Sendemast, der Mast 17, ist heute das älteste Relikt deutscher Rundfunkgeschichte.

1949 gingen die Gebäude an die Deutsche Post über, die den Sendebetrieb auf dem Funkerberg noch bis 1997 ermöglichte. Danach standen die Gebäude teilweise leer. 2006 erwarb die Stadt Königs Wusterhausen das Areal und trug damit unter anderem zum Erhalt des Sender- und Funktechnikmuseums bei. Die Fläche zwischen Funkerberg und Schulweg wurde zu einem attraktiven Wohngebiet ausgebaut. 2011 erwarb ein Investor das Mannschaftsgebäude und die ehemalige Reithalle auf dem Funkerberg, sanierte diese und schuf darin 71 Eigentumswohnungen.

Der einzige noch aktive Sendestandort auf dem Funkerberg ist heute ein 67 Meter hoher Mobilfunkturm, der 1994 errichtet wurde und auch den UKW-Sender HitRadio SKW überträgt.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Trotz der Corona-bedingten Ausnahmesituation bringt die Sommerferienzeit auch in diesem Jahr vor allem eines mit sich: Staus und lange Blechlawinen auf den Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen. Neben Tagesausflügen und Kurztrips stehen Heimat- und Camping-Urlaub in diesem Jahr hoch im Kurs, was sich auf Deutschlands Fernstraßen deutlich bemerkbar macht. Die Anzahl der Staus und Staukilometer ist nach aktuellem Stand vergleichbar mit dem Jahr 2019. Schuld ist unter anderem die Vielzahl an Baustellen: Aktuell wird auf Deutschlands Autobahnen an über 850 Stellen gearbeitet.  

Deshalb gilt: Planen Sie auf der Autobahn derzeit besser etwas mehr Zeit und Geduld ein. Wer kann, meidet am besten die Spitzenzeiten: Freitagnachmittag, Samstag vom Vormittag bis zum frühen Nachmittag und Sonntagnachmittag. Starten Sie stattdessen besser unter der Woche oder in den frühen Morgen- und späteren Nachmittagsstunden.

Denken Sie in diesem Jahr insbesondere auch daran, sich vor der Abfahrt über die unterschiedlichen Corona-Reglungen der jeweiligen Bundesländer zu informieren.

So machen Sie das Beste aus dem Stau

Wenn der Verkehr stockt oder sogar gänzlich zum Erliegen kommt, wird der Weg von oder zur Arbeit oder die Fahrt in den Urlaub schnell zum Stimmungskiller. Wir haben ein paar Tipps, wie Sie die Langeweile im Stau bekämpfen:

  • Der Tag ist vollgestopft mit Terminen und Verpflichtungen, da bleibt kaum Zeit für ein längeres Gespräch. Mit einer Freisprecheinrichtung können Sie dies nachholen und die Wartezeit für den Austausch mit Freunden und Familie nutzen.
  • Schmieden Sie Pläne! Welche Termine stehen an? Was möchten Sie erledigen? Was wollen Sie am Wochenende unternehmen?
  • Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie ein Hörbuch auf CD oder eine längere Reportage im Radio.
  • Schauen Sie der Wahrheit ins Gesicht: Bis Weihnachten sind es nicht einmal mehr sechs Monate. Warum nicht im Stau schon einmal darüber nachdenken, über was sich die lieben Verwandten in diesem Jahr freuen könnten.
  • Lassen Sie Ihrer Wut über den Stau freien Lauf. Schließen Sie die Fenster und machen Sie Ihrem Ärger über die Verzögerung Luft.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Bei allem Unmut über einen Stau, denken Sie daran, die Rettungsgasse zu bilden – und zwar bereits dann, wenn der Verkehr stockt und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so geht’s: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrer im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Keine andere Siedlung liegt näher am neuen Hauptstadtflughafen als Selchow. Das fast 650 Jahre alt Dorf grenzt an die Start- und Landebahnen des BER. Der Bau des Großflughafens hat den Ortsteil der Gemeinde Schönefeld grundlegend verändert. Die Einwohnerzahl sinkt stetig und viele Häuser stehen leer. Dazwischen gibt es jedoch auch pfiffige Unternehmer: Die Bar „45 über Null“ zieht zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an, die im Strandstuhl sitzend und mit einem Cocktail in der Hand die startenden und landenden Flieger beobachten wollen.

Ein Dorf verschwindet

Viele der noch verbliebenen 174 Einwohner von Selchow sind sich sicher: Ihr Dorf wird über kurz oder lang verschwinden. Knapp 500 Bewohner hatte der Ortsteil noch in den 1970er Jahren gehabt. Seitdem sinkt die Zahl und der Altersdurchschnitt steigt. Mehr als die Hälfte der heutigen Einwohner sind älter als 60 Jahre. Während einige Bewohner umgesiedelt wurden, blieben andere, vor allem weil die sie ihre Ländereien nicht zu günstigen Konditionen verkaufen konnten.

Aus der Not geboren wurde auch die Idee für die Bar „45 über Null“: Nachdem die Bahnstrecke für den BER fertig war, lag der Selchower Hofladen der Familie Sauerwald in einer Sackgasse. Um wieder Besucher anzulocken, errichteten Kai Sauerwald und Sven Böhme ein neues Blockhaus für den Hofladen und eine Freiluftstrandbar direkt in der Einflugschneise des BER. Im Juni 20212 waren Hofladen und Bar fertig – nur der Flughafen nicht. Auch wenn dessen Eröffnung noch einige Jahre auf sich warten ließ, tat dies dem Erfolg des Hofladens und der Bar keinen Abbruch. Infos zum Hofladen, der Bar und geplanten Veranstaltungen finden sich unter https://45uebernull.de/.

Ihren Namen „45 über Null“ trägt die Wohlfühl-Insel, weil die durch den Luftverkehr gegebene Höhenbeschränkung der Gebäude dort bei knapp 45 Meter liegt. 

Die Zukunft der ILA Berlin

Wann die nächste ILA Berlin stattfinden wird, ist derzeit noch unklar. Sicher ist nur eins: Die nächste Ausgabe der Luftfahrtmesse wird ein anderes Gesicht haben. Die teils sehr anspruchsvollen Flugvorführungen wird es nicht mehr im bekannten Format geben: Denn bleibt die ILA Berlin auf dem Berlin ExpoCenter Airport-Gelände in Selchow, muss sie sich zukünftig die Start- und Landebahn mit dem normalen BER-Verkehr teilen. Zwischen den regulären Starts und Landungen wird es daher nur noch kleine Zeitfenster für die Flugschau geben.

 

Die Aufnahme des Dorfes Selchow wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Der Anblick eines Rettungshubschraubers in der Luft gehört längst zum Alltag im Rahmen von Rettungseinsätzen. Rund 13.000 Flüge haben die acht Hubschrauber der Hauptstadtregion im vergangenen Jahr absolviert. Diese Zahl täuscht leicht darüber hinweg, dass die Geschichte der Luftrettung in der hiesigen Region relativ jung ist. Während die Luftrettung am 1. November 1970 in München ihren Anfang nahm, gab es erst 1987 in Berlin und sogar erst 1990 in Brandenburg die ersten Rettungshubschrauber.

Das zivile Luftrettungssystem in Deutschland

In den vergangenen 50 Jahren wurde in Deutschland ein nahezu flächendeckendes Luftrettungssystem für die zivile medizinische Notfallversorgung aufgebaut. Rettungshubschrauber werden zu einer Vielzahl unterschiedlicher Ereignisse gerufen. Grundsätzlich wird zwischen Primär- und Sekundäreinsätzen unterschieden.

Primäreinsätze umfassen die schnelle Notfallversorgung eines Patienten und dessen Transport in ein geeignetes Krankenhaus. Dafür werden in der Regel Rettungshubschrauber (RTH) eingesetzt. Die Sekundäreinsätze werden von sogenannten Intensiv-Transporthubschraubern (ITH) durchgeführt. Dabei werden Patienten von einem Krankenhaus in ein anderes überführt. Darüber hinaus transportieren Rettungshubschrauber auch Organe und Blutkonserven oder unterstützen bei Suchflügen.

Während die Rettungshubschrauber meist an Schwerpunkt-Krankenhäusern stationier sind, finden sich die Intensivtransporthubschrauber vorwiegend an Flughäfen oder an Kliniken der maximalen Versorgung. Die meisten Luftrettungsstützpunkte verfügen über die gesamte für den Hubschrauberbetrieb notwendige Infrastruktur. Dazu zählen unter anderem ein Hangar, eine Betankungsanlage, Unterkünfte für die Besatzung und Löschmittel.

Die Luftrettung in Berlin

Die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen verhinderten viele Jahre lang den Aufbau der Luftrettung in Berlin. Der Einsatz eines deutschen Fluggerätes war aufgrund des Vier-Mächte-Abkommens absolut ausgeschlossen, sodass nur ein Hubschrauber mit Zulassung und Piloten eines Staates der Alliierten in Betracht kam. Erst nach langen und schwierigen Verhandlungen und Vorbereitungen nahm am 1. September 1987 der erste Berliner RTH „Christoph 31“ seinen Dienst auf, der jedoch nur in den westlichen Besatzungszonen fliegen durfte. Ein Überfliegen der Berlin-West umgebenden Mauer war strengstens verboten. Erst mit der Wiedervereinigung erweiterte sich das Einsatzgebiet auf das gesamte Berliner Stadtgebiet. Im Oktober 1994 erhielt Berlin mit dem ITH „Christoph Berlin“ ein weiteres Luftrettungsmittel.

Die Einsatzzahlen der beiden Berliner Hubschrauber sind sehr hoch, weshalb es seit einigen Jahren vermehrte Forderungen nach einem weiteren RTH gab. Im kommenden Jahr soll es nun endlich so weit sein: Der Hubschrauber „Christoph 31 BRAVO“ soll seinen Dienst aufnehmen.

Die Luftrettung in Brandenburg

Bis 1990 gab es in der DDR keine Luftrettung. Alle Rettungseinsätze erfolgten bodenbezogen – ein absoluter Schwachpunkt für die schnelle medizinische Versorgung der Bevölkerung. Kurz nach der Wiedervereinigung wurde Ende Dezember 1989 aufgrund der veränderten politischen Lage ein kurzfristiges Pilotprojekt für die Luftrettung gestartet. Die Erfahrungen waren derart positiv, dass der Aufbau eines Luftrettungssystems bereits im März 1990 beschlossen und zügig umgesetzt wurde. Am 10. April 1990 wurden mit „Christoph 33“ in Senftenberg und „Christoph 35“ in Brandenburg an der Havel die ersten beiden RTH im Land Brandenburg stationiert. Wenige Tage später folgte der RTH „Christoph 49“ in Bad Saarow.

Früh geplant, aber erst spät eingerichtet, wurden weitere Luftrettungsstützpunkte im Norden des Bundeslandes. Bereits zu DDR-Zeiten waren die Einrichtung einer Station in der Prignitz sowie einer weiteren in der Uckermark angedacht. Tatsächlich nahmen der RTH „Christoph 39“ erst 2008 in Perleberg und der RTH „Christoph 64“ sogar erst 2015 in Angermünde ihren Dienst auf.

Zusätzlich zu den fünf RTH steht in Brandenburg ein ITH für die zivile medizinische Versorgung im Rahmen der Luftrettung zur Verfügung. „Christoph Brandenburg“ wurde 1994 in Senftenberg stationiert, wodurch dieser Stützpunkt zu einem der wenigen Doppelstandorte in der bundesdeutschen Luftrettung geworden ist.

Alle RTH und ITH aus Berlin und Brandenburg können auch länderübergreifend zum Einsatz kommen.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.