Impressionen aus der Luft

Dass Berlin und Brandenburg einiges zu bieten haben, sieht man auch von oben. Luftbild-Fotograf Wolff Glaeser on Helicolor-Luftbild-Ost hat die schönsten Impressionen der Hauptstadtregion eingefangen.

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Wolf Glaeser
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Herbst und Winter können einem mit ihren nassen, grauen und kalten Tagen zusetzen. Da hilft vor allem eines: Wärme. Ein idealer Ort, um der Kälte zu entfliehen, sind Thermen. Deutschlandweit gibt es mehr als 200 Thermalbäder, die meist auch mit Sauna- und Wellnessbereichen ausgestattet sind. In Brandenburg lädt beispielsweise die Steintherme in Bad Belzig zum Entspannen und Energie tanken ein. Doch was macht ein Thermalbad eigentlich aus?

Ein Thermalbad ist eine Badeanlage, deren Wasser aus einer Quelle kommt und über 20°C warm ist. Die Wärme stammt aus dem Erdinneren, wo das Wasser aufgeheizt wird. Vom Erdinneren bis zur Erdoberfläche durchdringt das Wasser verschiedene Sedimentschichten und nimmt dabei Mineralien oder Schwefel auf. Wo Thermalquellen austreten, werden sie häufig schon seit vielen Jahrhunderten genutzt, wie die Ruinen antiker Badeanlagen belegen.

Aufgrund seiner Inhaltsstoffe kann das Thermalwasser eine therapeutische Wirkung haben. Welche Wirkung durch ein Bad erzielt wird, hängt von der jeweiligen Zusammensetzung des Wassers ab. Die Bad Belziger Thermalsole weist beispielsweise einen sehr hohen Salzgehalt von etwa 20 Prozent auf. Dadurch wirkt es entzündungshemmend, unterstützt die Regeneration der Haut, regt den Kreislauf an und trägt zur Entlastung von Muskeln, Gelenken und Wirbelsäule bei.

Thermen sind Erholungstempel

Die Welt der Themen besteht längst nicht mehr nur aus einem Thermalbadebecken. Besucher können in der Sauna und im Whirlpool entspannen, sich einer Farblichttherapie unterziehen, in orientalischen Kräutern baden oder sich in eine Eiskammer begeben. Damit bleiben die Thermen oft der Traditionen der Römer treu, die in ihre Thermen Bibliotheken bauten, um nicht nur den Körper, sondern auch den Geist anzuregen.

Verpassen Sie nicht unsere nächste Ausgabe „Impressionen aus der Luft“. Wer in diesem Jahr dem Winterblues in einer Therme entfliehen möchte, sollte daran denken, dass die aktuelle Gaskrise Bäder und Thermen stark zusetzt. Welchen Herausforderungen die Betreiber gegenüberstehen und welche Folgen dies für Besucher haben kann, erfahren Sie ab dem 20. Dezember 2022!

 

Die Aufnahme der Steintherme Bad Belzig wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Als eine der ältesten Havelstädte hat Pritzerbe einiges zu bieten: Wussten Sie beispielsweise, dass die „Flambierte Havel“ jedes Jahr bis zu 2.000 Besucher anzieht? Oder dass es in Pritzerbe einen Mann gibt, der bei Tag und Nacht angelt? Oder dass sich hier die letzte Rohrweberei Deutschlands befindet? Kleine und große Gäste können in Pritzerbe eine einmalige Kombination aus Naturparadies, gelebter Handwerkstradition und Moderne erleben.

Die Fischerei war viele Jahrhunderte einer der wichtigsten Wirtschaftszeige für Pritzerbe. Fischer Kalle erinnert an dieses Stück Historie. Mit Friesennerz, Wathosen, dem bronzefarbenen Südwester auf dem Kopf und der Angel in der Hand sitzt er Tag und Nacht in seinem Kahn an der Bundesstraße 102 und angelt. Die lebensechte Figur wurde 1998 gefertigt. Dabei nahmen Kita-Kinder einen Gipsabdruck von Karl Heinz Schenk, dem letzten Berufs-Fischermeister der Gegend. Schenk ging 2015 in Rente, sein Doppelgänger angelt weiter jeden Tag nach Aal, Hecht und Plötze.

Eng verbunden mit der Fischerei ist auch die Schifffahrt in Pritzerbe. Zahlreiche Schleppkähne lagen hier vor Anker, die Kartoffeln, Getreide, Kohle und Ziegel auf den Flüssen Havel, Spree und Elbe transportierten. Die Geschichtsbücher verweisen darauf, dass es zwischen 1861 und 1929 drei Werften, eine Schiffsversicherung sowie eine Schifferfachschule gab. 1929 endete die Tradition des Schiffbaus in Pritzerbe, als das letzte Schiff die Werft Paelegrim verließ. Heute erinnert die „Ilse-Lucie“ an die Geschichte der Schifffahrt. Der gut 40 m lange Schleppkahn wurde von den Mitgliedern des „Pritzerber Schifffahrtsverein“ in 700 Stunden ehrenamtlicher Arbeit überholt und zu einem Museum umgebaut.

Gelebte Handwerkstradition können Sie in Pritzerbe auch in der letzten Rohrweberei Deutschlands erkunden. In Pritzerbe wird das Weben von Schilfrohren zu Rohrmatten, Baum-Manschetten, Sichtschutz und Dekorationsmaterial besonders gepflegt. Alle Schritte der Produktion werden bis heute in Handarbeit ausgeführt. Besucher können unter fachlicher Anleitung selbst weben. Groß und Klein finden in dem 2013 eröffneten Museum zum Anfassen viel Platz zum Forschen, Entdecken, Entspannen und Spielen.

Ein besonderes Highlight ist die seit über 20 Jahren in Pritzerbe stattfindende „Flambierte Havel“. Jeden Sommer taucht ein großes Feuerwerk die Uferkulisse in Flammen. Synchron zur Musik feuern Pyrotechniker von einer eigens konstruierten Schwimmplattform Goldchrysanthemen, Silberfontänen und Bengalfeuer in den nächtlichen Himmel und verwandeln das Flusswasser mit hunderten Schwimmkerzen in ein magisches Lichtermeer.

 

Die Aufnahme von Pritzerbe wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

In zahlreichen Landkreisen in Brandenburg sind sie zu finden: Die Feuerwehrtechnischen Zentren. Dort werden feuerwehrtechnische Geräte überprüft und gewartet. Zudem werden dort für die knapp 700 Einsatzkräfte der Berufswehren und die rund 38.000 ehrenamtlich engagierten Feuerwehrangehörigen zahlreiche Ausbildungslehrgänge durchgeführt. Eines dieser Feuerwehrtechnischen Zentren befindet sich in Beelitz.

Das FTZ in Beelitz bietet umfassende Dienstleistungen für die Feuerwehren des Landeskreises Potsdam-Mittelmark. Dort gibt es eine Atemschutzwerkstatt, in der die verschiedenen Komponenten von Atemschutzgeräten überprüft, befüllt, gereinigt, desinfiziert und sofern notwendig repariert werden. In der Schlauchwäsche werden die Feuerwehrschläuche aus dem gesamten Landkreis gereinigt und gewartet. Im Beelitzer Schlauchturm können bis zu 400 Schläuche nach der Reinigung zum Trocknen aufgehängt werden.

Fester Bestandteil eines FTZ ist das Katastrophenschutzlager. In diesem Lager findet sich alles, was zur Gefahrenabwehr in besonderen Lagen wie Hochwasser, Austritt von Gefahrenstoffen oder Tierseuchenbekämpfung benötigt wird. Neben Pumpen, mobilen Beleuchtungssätzen und Sandsäcken finden sich dort für den Notfall beispielsweise auch Zelte und Materialien zur Unterbringung von Menschen.

Als hochmodernes Ausbildungszentrum ermöglicht das FTZ in Beelitz zudem eine kompetente, praxisnahe Ausbildung von Feuerwehrangehörigen. Dazu zählen die Ausbildungen in bestimmten Fachrichtungen und die jährlichen Fortbildungen für Atemschutzgeräteträger sowie für Träger von Chemikalienschutzanzügen.

 

Die Aufnahme des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Beelitz wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Historische Plätze, Gesänge der Mönche, die Schriften berühmter Lehrer – in Kloster Lehnin hat die Vergangenheit deutliche Spuren hinterlassen. Die Geschichte der Gemeinde südwestlich von Potsdam geht auf das Jahr 1180 zurück. Damals begannen die Zisterziensermönche unter dem Leitspruch „ora et labora“ (bete und arbeite) mit dem Bau einer Klosterkirche und einer Klosteranlage. Sie brachten Handel, Handwerk und den christlichen Glauben ins Land und etablierten Lehnin mit einer Klosterschule und einer herausragenden Bibliothek als Ort der Gelehrsamkeit.

Die Klosterkirche St. Marien gilt heute als einer der bedeutendsten Zisterzienserbauten am Übergang von der Romantik zur Gotik. Auf der zum Hochaltar führenden Treppe erinnert ein versteinerter Eichenstamm an die sagenumwobene Gründungsphase des Klosters. Der gesamte Klosterkomplex ist gut erhalten und beherbergt heute unter anderem ein Museum und ein Klinikum.

Das Kloster Lehnin ist von einer malerischen Kulisse umgeben. Zahlreiche Seen sowie Rad- und Wanderwege laden zum Entdecken der vielfältigen Natur, zum Entschleunigen und Erholen ein.

Im Sommer finden in der Gemeinde Kloster Lehnin mit seinen 14 Ortsteilen zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte statt. Ein Highlight ist das internationale Kürbisfest, dass jährlich am letzten Septemberwochenenden über zwei Tage stattfindet neben kuriosen Kürbisdekorationen, einen Umzug, einen Markte, Lesungen, Konzerte und Wettbewerbe bietet.

Weitere Informationen rund um Kloster Lehnin finden sich unter https://www.klosterlehnin.de/seite/32808/unsere-gemeinde.html

 

Die Aufnahme von Kloster Lehnin wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Die brandenburgische Spargelstadt ist in diesem Jahr Gastgeber der Landesgartenschau. Vom 14. April bis zum 31. Oktober laden Blumen, kulinarische Highlights und Musikstars dazu ein, die historische Altstadt von Beelitz neu zu entdecken. Dafür wurde die Festwiese zwischen Altstadt und Nieplitz zu einer Parklandschaft mit einem Meer aus Lilien, Tulpen & Co. umgestaltet. Das 15 Hektar große Gelände bietet bunt bepflanzte Straßen, prächtige Blumenhallen und jede Menge (Spiel-)Platz für Familien.

Über 1,5 Millionen Pflanzen wurden für die diesjährige Landesgartenschau in die Erde gebracht. Viel Grün gibt es beispielsweise im Andachtsgarten, in den Mustergärten sowie in den zahlreichen Beetanlagen und Kübelpflanzen zu entdecken. Die Hallenschauen finden in der Pfarrkirche St. Marien-St. Nikolai statt und zeigen im vierzehntägigen Rhythmus insgesamt vierzehn verschiedene Blumenschauen.

Zwischen Narzissen, Stiefmütterchen und Ranunkeln verwöhnen raffinierte Köche die Besucher mit regionalen Spezialitäten aus Spargel, Kartoffeln, Kürbis, Wild sowie Aal und Zander aus dem Seddiner See. Für leuchtende Kinderaugen sorgt der 6.000 m2 große Abenteuerspielplatz mit Rutschen, Wasserspielen sowie Kletter- und Matschanlagen. Der Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren ist übrigens kostenfrei.

Besondere Momente lassen sich auf der Veranstaltungsbühne erleben: So werden in den kommenden Wochen unter anderem noch Chris de Burgh, Helge Schneider, Big Band & Max Mutzke sowie Santiano Konzerte auf dem Festspielareal geben.

Alle Informationen zu den Hallenschauen und Veranstaltungen sowie den Tickets und zur Anfahrt finden sich auf der Website der Landesgartenschau: https://laga-beelitz.de/landesgartenschau/

 

Die Aufnahme von Beelitz und dem LAGA-Gelände wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Leben, Arbeiten und Entspannen – das lässt sich in der Schlossanlage Wiesenburg auf einzigartige Weise miteinander verbinden. Das etwa 50 km südwestlich von Potsdam gelegene Schloss beherbergt heute Wohnungen, Büros und Ateliers und bietet mit seinen verschiedenen Gemeinschaftsräumen und der Schlossterrasse ein besonderes Ambiente. Während das Innere des Schlosses nicht allgemein zugänglich ist, lädt der öffentliche Schlosspark zu ausgiebigen Spaziergängen ein.

Die Wurzeln der Schlossanlage gehen auf eine mittelalterliche Burg aus dem 12. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Schloss und Park immer wieder erweitert und umgestaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Schule und später als Internat genutzt. Damit waren zahlreiche Umgestaltungen im Inneren des Schlosses verbunden. So wurde beispielsweise die Schlosskapelle als Fernsehraum genutzt, der Gartensaal wurde zur Aula umfunktioniert und der Rittersaal zu Duschräumen umgebaut. 1998 erwarben private Investoren das Schloss und führten umfangreiche Sanierungsarbeiten durch. So gehen beispielsweise die heutigen Außenfassaden des Schlosses auf das 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 2003 wurden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und die neuen „Schlossherren“ konnten Ihr Domizil beziehen.

Der Schlosspark Wiesenburg: Eine Perle des Fläming

Nur wenige Treppenstufen trennen das Schloss mit seiner Schlossterrasse vom weitläufigen Schlosspark. Der rund 110 Hektar große Park steht aufgrund seines reichen Bestandes an ausländischen Gehölzen seit 1982 unter Denkmalschutz. Er wurde um die Mitte des 19. Jahrhundert angelegt und ist im vorderen Teil der Gartenarchitektur königlicher Zeiten nachempfunden. Symmetrisch angelegte und präzise geschnittene Hecken begleiten den Besucher in die Weitläufigkeit des hinteren Parkteils. Dort laden drei kleine Seen und ein prachtvoller Baumbestand mit Anpflanzungen aus Westeuropa, Amerika, Japan und China zum Verweilen ein. Einige Bäumen sind über 400 Jahre alt und haben einen Umfang von mehr als fünf Metern. Die Zypressen- und Zedernarten, die Magnolien und Azaleen verleihen dem Park seinen fremdländischen Charme.

Der Schlosspark Wiesenburg grenzt an den Naturpark Hoher Fläming mit seinen kilometerlangen Wanderwegen an. So führt unter anderem der Kunstwanderweg an zahlreichen Kunstwerken und Installationen wie dem Baumsofa vorbei.

Einen ersten Eindruck vom Schlosspark Wiesenburg vermittelt ein kurzer Film des Parkfördervereins Wiesenburg e.V.: https://youtu.be/QXJC8SuWiAE

 

Die Aufnahme der Schlossanlage Wiesenburg wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Neue Voraussetzungen beeinflussen maßgeblich die ILA Berlin 2022. Der Vollbetrieb am BER, weniger Platz und nicht zuletzt Corona bringen Veränderungen mit sich. Dennoch ist eines klar: Die Ausstellung großer und kleiner Flugzeuge, ziviler und militärischer Maschinen sowie ein Flugprogramm sind auch in diesem Jahr zentrale Elemente der ILA Berlin.

Seit 2012 lockt die ILA Berlin im zweijährigen Rhythmus Aussteller, Fachbesucher und Zuschauer nach Selchow auf das Messegelände Berlin ExpoCenter Airport. Die Vorbereitungen für die ILA Berlin 2022 sind bei den Veranstaltern, Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) und Messe Berlin, in vollem Gange. Unter dem Motto „Pioneering Aerospace“ öffnet die ILA vom 22. bis zum 26. Juni 2022 ihre Tore und wird zum Schauplatz zukunftsweisender Technologien und nachhaltiger Luftfahrt.

Damit findet die größte Luftfahrtmesse Deutschlands nach der coronabedingten vierjährigen Zwangspause erstmals neben dem Vollbetrieb am BER statt. Das Flugprogramm muss sich in den vollen Sommerflugbetrieb des Hauptstadtflughafens eingliedern. Kein leichtes Unterfangen. Pro Tag soll es drei bis vier ausgewählte Vorführungen geben. Kunstflugstaffeln und die Darbietungen historischer Flugzeuge sind unter den neuen Voraussetzungen leider nicht mehr möglich. 

Die Corona-Pandemie hat vor allem auf den Zugang zum Messegelände Einfluss: So wird es vor Ort sowohl an den Fachbesucher- wie auch an den Publikumstagen eine Höchstteilnehmerzahl von 10.000 Personen pro Tag geben. Darüber hinaus können Tickets nur noch online über den Ticketshop erworben werden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die ILA Berlin 2022 wird anders. Denn auch die Voraussetzungen für die Durchführung der Messe und die Rahmenbedingungen in der Luftfahrt sind andere geworden.

 

Die Aufnahme des Geländes der ILA Berlin aus dem Jahr 2018 wurde uns von Helicolor-Luftbild Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

 

Vor über 100 Jahren entstanden die berühmten Beelitzer Heilstätten. Heute können Sie in luftiger Höhe auf dem über 700 Meter langen Baumkronenpfad in die Geschichte der ehemals größten Lungenheilstätte Deutschlands eintauchen. Eine Stahl- und Holzkonstruktion führt die Besucher in rund 20 Metern Höhe an den denkmalgeschützten Gebäuden vorbei und bietet einen eindrucksvollen Blick über die malerische Parkanlage.

Der Baumkronenpfad überquert in seinem Verlauf die Ruine des 1945 durch einen Brand zerstörten Pavillons B IV der Frauen-Lungenheilstätte. Hier sind die Relikte des sogenannten „Alpenhauses“ zum Greifen nah. Informationstafeln entlang des Pfads informieren über die Geschichte der Heilstätte mit seinen verschiedenen Gebäuden und die Vielfalt der Gewächse in der weitläufigen Parkanlage.

Spannende Entdeckungen – auf und unter dem Baumkronenpfad

Einst sollten sich in Beelitz die Arbeiter der Reichshauptstadt Berlin von der damals grassierenden Tuberkulose erholen. Nach dem zweiten Weltkrieg dienten die nutzbaren Gebäude der sowjetischen Armee als Krankenhaus. Nach deren Abzug im Jahr 1994 fiel das Areal dem Vandalismus zum Opfer. Die unterschiedliche Nutzung der Gebäude und die vielen Besucher haben sichtbare Spuren in dem Gelände hinterlassen. Der besondere Charme entsteht vor allem dadurch, dass die Natur sich Teile der Gebäude zurückerobert hat.

Ein besonderes botanisches Highlight verdankt der Baumkronenpfad der schwärzesten Stunde in der Geschichte der Beelitzer Heilstätten: 1945 lieferten sich die Armee Wenk und die Rote Armee heftige Kämpfe auf dem Areal. Dabei geriet das „Alpenhaus“ in Brand. Die aufsteigende Asche wurde jedoch durch einsetzenden Regen zurück auf die Dachkonstruktion gedrückt. Auf der dadurch entstehenden mineralreichen Schicht wuchs über Jahrzehnte ein Kiefern-Dachwald. Damit wachsen die Bäume dort trotz der spärlichen Wasserversorgung und dem geringen Erdreich teilweise seit mehr als 70 Jahren. Mittlerweile halten mit ihren Wurzeln die Decke des „Alpenhauses“.

Besonderheiten wie diese haben dazu beigetragen, dass die Beelitzer Heilstätten heute einer der meistfotografierten Orte Deutschlands sind. Viele international bekannte Filme wurde dort gedreht, unter anderem Der Pianist, Operation Walküre, Hotel Adlon und Street Dance.

Informationen zu Preisen und Öffnungszeiten des Baumkronenpfads sowie zu Führungen durch die verschiedenen Gebäude auf dem Areal finden Sie unter: https://baumundzeit.de/.

 

Die Aufnahme des Baumkronenpfads Beelitz-Heilstätten wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

 

Eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Hauptstadtregion befindet sich gleich um die Ecke von Potsdam und Berlin. Die Stadt Werder lockt mit ihrer historischen Altstadt, den Obst- und Weinbauplantagen und den vielfältigen Wassersportangeboten jedes Jahr hunderttausende Gäste an. Von großstädtischer Hektik ist dort nichts zu spüren. Die Inselstadt verbreitet Ruhe und Beschaulichkeit.

Spannende Entdeckungen – zu Fuß und auf dem Wasser

Verwinkelte schmale Gassen und liebevoll sanierte Obstzüchter- und Fischerhäuser geben der Inselstadt ein ganz besonderes mediterranes Flair. Bereits aus der Ferne sind die Heilig-Geist-Kirche und die restaurierte Bockwindmühle ein echter Blickfang. Die Heilig-Geist-Kirche mit ihrem 45 Meter hohen Turm gilt als eines der Wahrzeichen von Werder. Weiterhin prägend ist die Bockwindmühle auf dem Mühlenberg. Nach einem Brand wurde diese aufgrund des hartnäckigen Engagements der Einwohner 1987 wieder aufgebaut und bietet seitdem einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt bis hin zur Havel.

Auf dem Trockenen muss in Werder niemand sitzen. Die Inselstadt ist umgeben von der Havel und zahlreichen Seen. Dort können Besucher Kanus, Kajaks, Motorboote, oder Segelyachten ausleihen. Neben den traditionellen Wassersportarten wie Rudern und Segeln bietet Werder auch Möglichkeiten zum Surfen, Wasserski fahren und Paragliding.

Obstkammer, Baumblütenfest und Weinbau: Eine Stadt mit vielen Facetten

Im Frühjahr führt eine Wanderung auf dem Panaromaweg Werderobst vorbei an den in voller Blüte stehenden Obstbäumen, die die Obstplantagen in ein Meer aus weiß und rosa tauchen. Im Sommer und Herbst sind die Bäume dicht mit Früchten behangen.

Die Tradition des Obstanbaus reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1879 bewarben die Obstbauern ihre Früchte und Produkte erstmals im Rahmen des Baumblütenfestes. Seitdem können Besucher den leckeren Obstwein der Werderschen Obstbauern immer in der Woche um den ersten Mai herum probieren. Das Baumblütenfest gilt heute als eines der größten Volksfeste Deutschlands.

Das milde Klima, die sandigen Böden und viel Sonnen wirken sich nicht nur auf den Anbau von Obst, sondern auch auf den Weinanbau positiv aus. Seit 1985 gedeihen auf dem Wachtelberg auf einer Fläche von rund fünf Hektar unter anderem Rebsorten wie Müller-Thurgau, Regent und Dornfelder.

 

Die Aufnahme der Inselstadt Werder wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Am Rande der Stadt Bad Belzig liegt auf dem Bricciusberg die Festungsanlage Burg Eisenhardt. Sie gilt als größte Höhenfestung Norddeutschlands. Die imposante Anlage ist von einem dichten Netz an Wanderwegen umgeben, die so manche Skurrilität bereithalten: So befindet sich dort der Mittelpunkt der ehemaligen DDR und das höchste Gipfelkreuz Brandenburgs.

Die Burg wurde erstmals 997 urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Anlage immer wieder verändert. So wurde sie unter anderem zu einer modernen Festung mit Hakenbüchsen und Rondellen ausgebaut und erhielt fürstliche Wohnunterkünfte. Von 1991 bis 2008 wurde die Burg Eisenhardt umfassend saniert. Heute beherbergt sie unter anderem eine Chocolaterie, eine Außenstelle des Standesamtes Bad Belzig, eine Bibliothek sowie ein Hotel. Das Heimatmuseum befindet sich im spätgotischen Torhaus der Burganlage und informiert insbesondere über die Geschichte der Burg, die Landwehrschlacht bei Hagelberg und über historisches Handwerk.

Burg Eisenhardt ist zudem immer wieder Zentrum kultureller Veranstaltungen: Ritterspektakel mit gewandten Musikern, Künstlern, Handwerkern und Händlern geben Einblick ein vergangene Lebenswelten. Darüber hinaus finden im Innenhof der Burganlage regelmäßig Open-Air-Konzerte – beispielsweise von der Band Keimzeit – statt.

Informationen zur Burg Eisenhardt und den vielfältigen Erlebnissen in und um die Anlage finden Sie unter: https://www.burgeisenhardt.de/

 

Die Aufnahme der Burg Eisenhardt wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Seit der Wiedervereinigung hat sich Waltersdorf in der Brandenburger Gemeinde Schönefeld zu einem Ortsteil entwickelt, der über eine moderne Infrastruktur verfügt. Vor allem durch sein Gewerbegebiet „Einrichtungscenter Waltersdorf“ ist der Ortsteil überregional bekannt. Seit der Eröffnung des Flughafens BER gehören auch die Flugzeuge zum Stadtbild. Denn die Einflugschneise verläuft unmittelbar über dem Gewerbegebiet, dass mit seinen dort ansässigen Einzel- und Großhändlern jährlich rund sieben Millionen Kunden anlockt.

Mit der politischen Wende begann ab 1990 die Veränderung der ehemaligen Agrargemeinde Waltersdorf hin zu einem gut florierenden Gewerbepark, der neben Dienstleistungs- und Handelsarealen auch Büro-, Ausstellungs- und Lagerflächen bietet. 1993 öffneten die ersten Unternehmen ihre Türen. Heute bieten Höffner, IKEA, Kibek, Media Markt, Metro und Smyths Toys sowie viele andere rund 2.000 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Auch Luftfahrtunternehmen finden sich in dem kleinen Ortsteil: So betreibt das auf Weiterbildungen und Umschulungen spezialisierte Berufsfortbildungswerk (bfw) in Waltersdorf eine moderne Lehrwerkstatt.

Auch im historischen Dorfkern von Waltersdorf spiegelt sich der Aufschwung wieder: Um die Dorfkirche herum entstanden ein neues Ortszentrum, der Gemeindehof, ein Bürohaus sowie neue Wohnungen. Waltersdorf ist damit nicht nur ein attraktiver Ort für einen Einkaufsbummel, sondern auch ein florierender und familienfreundlicher Platz zum Leben.

Die Aufnahme des Einrichtungscenters Waltersdorf wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Im November endete die Online-Erörterung zu den Einwendungen gegen die geplante Gigafactory von Tesla in Grünheide. Damit laufen die letzten Prüfungen vor Erteilung der Gesamtgenehmigung. Zwar legt das brandenburgische Umweltministerium keinen Zeitpunkt für eine Entscheidung fest, Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hält es jedoch Medienberichten zufolge für realistisch, dass das erste Auto noch in diesem Jahr vom Band rollt.

Das Testband hat Tesla bereits probeweise angeschaltet: Die vorliegenden vorzeitigen Zulassungen für die einzelnen Bauabschnitte erlauben es, eine begrenzte Anzahl von Testkarossen herzustellen. So sollen die Anlagen und Fertigungsprozesse in der Roboterfertigungsstraße, der Gießerei und der Lackiererei getestet werden. Die dabei produzierten Teile dürfen aber nicht verkauft werden.

Liegt die finale Genehmigung vor sollen in einer Ausbaustufe bis zu 500.000 Autos pro Jahr von den 12.000 Mitarbeitern hergestellt werden. Hinzu kommen weitere 2.000 Arbeitsplätze in der geplanten Batterie- und Recyclingfabrik.

Tesla verzichtet auf Milliarden-Förderung

Ende November überraschte der Autobauer mit der Mitteilung, er werde beim Bau seiner Batteriefabrik auf die staatliche Förderung in Höhe von 1,135 Mrd. Euro verzichten. Einen entsprechenden Förderantrag hatte das Unternehmen ohne Angaben von Gründen zurückgezogen, obwohl die EU die Förderung bereits genehmigt hatte und der Förderbescheid durch das Bundeswirtschaftsministerium weitgehend vorbereitet war. An seinen Planungen für den Bau der Batterie- und Recyclingfabrik will der Autobauer aber auch ohne staatliche Fördermittel festhalten.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Alle Jahre wieder fällt mit dem Black Friday der offizielle Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Doch nicht erst in diesem Jahr zeigt sich, dass die Kunden schon lange vorher auf der Suche nach Inspirationen und Angeboten sind. Obwohl der Oktober oft ein Synonyme für Kürbisschnitzen ist, ist der Monat auch der inoffizielle Beginn des Weihnachtsgeschäftes. Gekauft wird dabei nicht nur Vor-Ort, sondern immer häufiger Online. Der E-Commerce-Markt wird dabei von Amazon dominiert.

Um das höhere Bestell- und Lieferaufkommen in der Weihnachtszeit bewältigen zu können, stellt Amazon über 10.000 Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft in Deutschland ein. Diese werden sowohl in Logistik-, Sortier- und Verteilzentren eingesetzt. Sie unterstützen dir rund 19.000 Mitarbeiter an den deutschen Amazon-Standorten beim Kommissionieren, Verpacken und Ausliefern der Bestellungen.

Eines der Amazon-Logistikzentren befinden sich seit Herbst 2019 im brandenburgischen Kiekebusch. In dem circa 34.000 Quadratmeter großen Sortierzentrum kommen Pakete aus ganz Europa an. In Kiekebusch werden die Waren nach Postleitzahlen sortiert, bevor sie in die Verteilzentren kommen, von wo aus sie an die Kunden versendet werden.

 

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.