Auftragsschub bei Paris Air Show: MTU Aero Engines verzeichnet Aufträge im Wert von über 1,3 Milliarden US-Dollar

Das diesjährige Branchentreffen der Luftfahrt in Paris endet für die MTU Aero Engines mit einem Auftragseingang in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro; nach Listenpreis).

Die Aufträge für Deutschlands führenden Triebwerkshersteller resultieren vor allem aus Bestellungen und Absichtserklärungen für die Getriebefan-Triebwerke (GTF) der PW1000G-Familie für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge. Sie sorgen für rund 95 Prozent des Bestellvolumens während der Paris Air Show. Zudem gab es einen Auftrag für den Langstreckenantrieb GEnx, an dem die MTU ebenfalls beteiligt ist.

Die jüngsten Aufträge für die MTU ergeben sich vorwiegend aus Bestellungen für Airbus-Flugzeuge. Die größte Einzelorder platzierte JetSMART mit Triebwerken für 85 Flugzeuge der A320neo-Familie. Antriebe für weitere insgesamt 142 Flugzeuge dieser Kategorie entfallen auf mehrere unbenannte Kunden. Die mexikanische Fluggesellschaft Viva Aerobus entschied sich für den Getriebefan als Antrieb für 41 Flugzeuge vom Typ A321neo. Zudem orderten die SMBC Aviation Capital und die Aviation Capital Group für je 20 Flugzeuge dieser Familie. Bei den Bestellungen für die während der Paris Air Show vorgestellte Langstreckenversion A321XLR stehen die Triebwerksentscheidungen noch weitgehend aus. Nur bei den vier Flugzeugen für Middle East Airlines steht bereits fest, dass sie über GTF-Antriebe verfügen werden.

Die Aufträge von Air Lease für 50, von Nordic Aviation Capital für 20 und von Delta Airlines für 5 Flugzeuge vom Typ A220 stärken den Auftragseingang der MTU zusätzlich. Über ihren Anteil am GEnx-Programm profitiert die MTU von den Bestellungen für die Boeing 787. Korean Air entschied sich für 30 Flugzeuge dieses Typs.
„Moderne und effiziente Antriebe bestimmen die Zukunft der MTU im zivilen Triebwerksgeschäft," kommentiert MTU-Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler die Auftragslage. „Das zeigt sich bei der Paris Air Show am erneut großen Erfolg der Getriebefan-Familie und des GEnx-Antriebs. Während wir den Hochlauf für diese Programme meistern, arbeiten wir zugleich an den langfristigen technologischen Perspektiven für eine nachhaltige Luftfahrt," so Winkler weiter.

Dafür forscht die MTU gleichzeitig an evolutionären Ansätzen, die sich bereits heute mit nachhaltigen Kraftstoffen (eFuels) betreiben lassen, sowie alternativen Antriebskonzepten, etwa hybrid-elektrisches Fliegen, bis hin zur Brennstoffzelle. Die zweite GTF-Generation wird noch deutliche Potenziale bieten und signifikante Emissionseinsparungen bringen. Mitte der 2030er-Jahre sollen die neuen Antriebe in der Luft sein.

„Darüber hinaus machen wir uns bereits Gedanken über zivile Antriebe, die nach 2050 fliegen könnten. Denn das große Ziel lautet: emissionsfreies Fliegen", sagt Winkler. Mit der angekündigten Beteiligung der MTU am Kleinflugzeug Silent Air Taxi unterstreicht der Triebwerkshersteller sein Engagement für Zukunftsinnovationen in der Luftfahrt.

Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2018 haben rund 10.000 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 4,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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