Rolls-Royce beschleunigt Elektrifizierungs-Strategie

Durch den Kauf des Geschäftsbereichs für Elektrische und Hybrid-Elektrische Luftfahrtantriebe von Siemens

Rolls-Royce hat eine Vereinbarung getroffen, die Aktivitäten für elektrische und hybrid-elektrische Luftfahrtantriebe von Siemens (das eAircraft Geschäft) zu übernehmen.

Dieser Schritt wird die Umsetzung unserer Elektrifizierungsstrategie beschleunigen und unseren Anspruch bestärken, eine maßgebliche Rolle in der 'dritten Epoche' der Luftfahrt zu spielen. Wir erwarten, dass die Übernahme nach einer Phase von Mitarbeitergesprächen später im Jahr 2019 abgeschlossen sein wird.

Das in Deutschland und Ungarn beheimatete eAircraft Geschäft mit seinen rund 180 spezialisierten Elektrokonstrukteuren und -ingenieuren hat eine Reihe von vollelektrischen und hybrid-elektrischen Antriebslösungen für die Luftfahrtindustrie entwickelt. Rolls-Royce und das eAircraft Team kennen sich bereits von der gemeinsamen Arbeit am Demonstrator-Projekt E-Fan X. Im Flugbetrieb wird dieses eine hybrid-elektrische Lösung mit einer für den Antrieb von Regionalflugzeugen erforderlichen Leistung demonstrieren.

Rob Watson, Director, Rolls-Royce Electrical, sagte: "Die Elektrifizierung wird ebenso dramatische Auswirkungen auf die Luftfahrt haben, wie der Austausch von Kolbenmotoren durch Gasturbinen. Wir stehen am Beginn der dritten Ära der Luftfahrt, die eine neue Klasse von leiseren und saubereren Luftfahrzeugen in die Luft bringen wird.

In der Realisierung unserer Strategie, die Elektrifizierung voranzutreiben, haben wir bereits signifikante Fortschritte gemacht. Die heutige Vereinbarung untermauert unsere Ambitionen in der Luftfahrt, indem wir unser Portfolio um wichtige Fähigkeiten und Technologien erweitern. Sie bringt uns Größe und zusätzliches Know-how bei der Entwicklung einer Produktpalette von hybriden Leistungs- und Antriebssystemen. Ich freue mich darauf, unsere neuen Kollegen bei Rolls-Royce zu begrüßen und mit ihnen zusammen neue Technologien und Lösungen zu entwickeln."

Paul Stein, Rolls-Royce Chief Technology Officer, ergänzte: "Um die steigende Nachfrage nach Flugreisen zu decken und gleichzeitig die Emissionsziele für CO2 zu erreichen, entwickelt die Luftfahrtindustrie immer umweltfreundlichere Technologien und Verfahren. Die Elektrifizierung des Fliegens ist nur ein Teil des Engagements von Rolls-Royce für eine nachhaltigere Luftfahrt: Wir steigern weiter die Treibstoffeffizienz unserer Gasturbinen, fördern die Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Flugtreibstoffe und bringen die Elektrifizierung der Luftfahrt weiter voran.

Wir glauben, dass rein-elektrische oder vollelektrische Antriebe in absehbarer Zeit kleinere Flugzeuge antreiben werden, während größere Flugzeuge auf hybrid-elektrische Lösungen angewiesen sein werden, bei denen die Elektrifizierung mit weiterentwickelten Gasturbinen kombiniert wird. Da das technologische Portfolio unseres Konzerns zudem mit der Entwicklung von hybrid-elektrischen Zügen und Mikrogrids zunehmend elektrifiziert wird, werden die Fähigkeiten dieses erstklassigen Teams ein wichtiger Bestandteil der Zukunft von Rolls-Royce."

Im Rahmen der Vereinbarung wird Rolls-Royce nach Möglichkeiten suchen, mit Siemens zusammenzuarbeiten, da beide Unternehmen die Bedeutung der Unterstützung nationaler und internationaler Ziele zur CO2-Emissionsreduzierung zum Wohle der Gesellschaft erkannt haben.

Fortschritte bei der Elektrifizierung der Luftfahrt haben wir bereits gemacht. So absolvierten wir erfolgreiche Bodentests eines hybriden Antriebssystems, welches auf einer Reihe kleinerer Transportplattformen eingesetzt werden kann, darunter EVTOLs (hybrid-elektrische Luftfahrzeuge mit vertikaler Start- und Landefähigkeit), private Luftfahrtzeuge und hybride Hubschrauber. Diese Tests sind Teil eines der weltweit umfassendsten Entwicklungs- und Integrationsprogramme für hybride-Luftfahrt-Turbinenantriebe und ebnen den Weg für experimentelle Testflüge im Jahr 2021.

Bei den Bodentests wurde eine Rolls-Royce M250-Gasturbine eingesetzt - ein sehr erfolgreiches Triebwerk, das seit seiner Indienststellung bereits mehr als 170 verschiedene Arten von militärischen Starrflüglern, Zivilflugzeugen und Hubschraubern angetrieben hat. Bei den Tests wurde es in einer Serienhybridkonfiguration betrieben, bei der das Triebwerk als Turbogenerator arbeitet, der ein Bordbatteriesystem auflädt; im Parallelhybridbetrieb, bei dem der Schub des Flugzeugs durch eine Kombination aus dem Triebwerk und dem elektrischen System geliefert wird; und im Turbo-Elektromodus, bei dem das Triebwerk als reiner Turbogenerator arbeitet, der elektrische Energie für den Schub und alle anderen Leistungsanforderungen an das Flugzeug liefert.

Im vergangenen Jahr haben wir ein EVTOL-Konzept vorgestellt, das von einem solchen Hybridsystem angetrieben werden könnte. Im Rahmen der ACCEL-Initiative entwickeln wir zudem ein vollelektrisches Demonstrationsflugzeug, mit dem versucht werden soll, den Geschwindigkeitsweltrekord für rein elektrisch angetriebene Flugzeuge zu brechen.

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