Aladin – Advanced Altitude Data Information System

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert Innovation zur Waldbrandbekämpfung aus der Luft mittels 5G-Mobilfunktechnik

Von links: Dr. Schwahn (Geschäftsführer Flugplatz Schönhagen), Ina Schulze (stellvertr. Bürgermeisterin Trebbin, Jana Schimke (MDB CDU), Andreas Scheuer, Mitarbeiterin BMVI

Pünktlich zu Weihnachten konnte die Stadt Trebbin am 19.12. mit dem Flugplatz Schönhagen als Test- und Entwicklungszentrum von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer einen ersten Förderscheck über 95.000 € entgegennehmen.

Mit dem Vorhaben ALADIN soll ein auf der 5G -Mobilfunktechnik basiertes Gesamtsystem entwickelt werden, das gleichzeitig die Potenziale paralleler Satellitenkommunikation für Katastropheneinsätze nutzt. Das System soll neben einer bereits erprobten mobilen „5G-Insellösung“ des Fraunhofer Instituts für offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und für Satellitenkommunikation (SATis5) mehrere unbemannte Luftfahrtsysteme und zusätzlich vernetzte bodengebundene Einsatzgeräte, wie z.B. Löschroboter umfassen.

Das Vorhaben nutzt im Wesentlichen die Vorteile der hohen Datenübertragungsraten und der geringen Latenzzeiten des 5G-Technologiestandards. Es stützt sich dabei hauptsächlich auf die Einsatzgeräte-Sensorik sowie die Datenerfassungs- und Übertragungseinheiten. Ziel sind neben der Lagebilderstellung, die Luftraumüberwachung, Flugleitung und Echtzeitsteuerung der Einsatzgeräte.  Ergänzend sollen einzelne Einsatzkräfte zur Vervollständigung des jeweiligen Lagebildes an das Informationssystem angebunden werden. Dem Thema der Echtzeit-Datenübertragung kommt dabei die zentrale Rolle zu.

Das System ALADIN wird für den ländlichen Raum ausgelegt, einzelne Ansätze sind jedoch auch urban nutzbar.

Mit den beiden Unternehmen Tholegrobotics und Alpha Robotics sind bereits „passgenaue“ Spezialisten für die weiterzuentwickelnden „Trägergeräte“ (Drohnen und Löschroboter) Teil des ALADIN-Projektkonsortiums. Beide Unternehmen stellen mit ihren technischen Lösungen und ihren Erfahrungen im BOS-Bereich sicher, dass ALADIN bereits von einem sehr hohen technischen Niveau aus starten kann.

Als wissenschaftlicher Partner ist neben Fraunhofer FOKUS die TH-Wildau mit dem Fachgebiet Luftfahrttechnik Teil des Antragskonsortiums. Die einzigartigen Kompetenzen dieser beiden Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen bilden die Basis für die anzuwendende Sensorik, die Datenerfassungs- und Übertragungslösungen sowie für die weiterzuentwickelnden Drohnen einschließlich einer Langstreckendrohne.

Kommunaler Partner ist neben dem Flugplatz Schönhagen, der seine Erfahrungen als Koordinierungsstelle für Lufteinsätze einbringt, die Trebbiner Feuerwehr mit ihren Erfahrungen in der Waldbrandbekämpfung, besonders auch in munitionsverseuchten Gebieten.

Von 138 Projektideen wurden 67 für diese erste Förderrunde ausgewählt. Kommt das Projekt in die zweite Förderrunde locken bis zu 5 Millionen Euro für die Gesamtfinanzierung.

Obwohl das Aladin-Projekt erst am Anfang steht, sind alle Beteiligten optimistisch. Nicht nur die Stadt Trebbin würde vom Ergebnis profitieren. Die Erkenntnisse sind kreis- und landesweit von enormer Bedeutung, gerade für die Waldbrandbekämpfung.

Kontakt:
Monika Kühn
Executive Assistant / PR / Marketing / Events
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