Impressionen aus der Luft

Dass Berlin und Brandenburg einiges zu bieten haben, sieht man auch von oben. Luftbild-Fotograf Wolff Glaeser on Helicolor-Luftbild-Ost hat die schönsten Impressionen der Hauptstadtregion eingefangen.

Kontakt zum Fotografen:

Helicolor-Luftbild-Ost GmbH
Wolf Glaeser
Mittelstraße 9
12529 Schönefeld

Tel.: +49 30 672 95 46
Fax: +49 33767 30 957

E-Mail: info@helicolor-luftbild-berlin.de
Internet: www.helicolor-luftbild-berlin.de

Die kleinen Straßen und alten Fachwerkhäuser in der Altstadt Köpenick erinnern an längst vergangene Zeiten. Vor mehr als 800 Jahren entstand auf einer Insel zwischen Dahme und Spree einer der ältesten Orte Berlins. Das wunderschöne Schloss und das Rathaus gehören zu den architektonischen Highlights. Berühmt und bekannt ist Köpenick aber vor allem für seine spannende Kriminalgeschichte rund um den Hauptmann von Köpenick.

Eine Bronzestatur des Hauptmanns vor dem Eingang des Rathauses erinnert bis heute an die aufsehenerregende Aktion des Friedrich Wilhelm Voigt. Der arbeitslose Schuster besetzte als Hauptmann verkleidet am 16. Oktober 1906 das Rathaus von Köpenick, ließ den Bürgermeister von ein paar gutgläubigen Soldaten verhaften und machte sich mit der Stadtkasse davon. Zehn Tage später wurde der Hochstapler geschnappt. Dennoch lachte ganz Deutschland über den Geniestreich. Das Echo in Presse und Medien war groß. Seine Tat war die Vorlage für Carl Zuckmayers Tragikomödie „Der Hauptmann von Köpenick. Ein deutsches Märchen in drei Akten“, die mehrmals verfilmt wurde. So schlüpften unter anderem Heinz Rühmann und Harald Juhnke in die Rolle des Hauptmanns. 

Die Altstadt Köpenick ist immer einen Besuch wert

Im Rathaus Köpenick informiert eine Ausstellung über den Geniestreich von Friedrich Wilhelm Voigt. Doch auch über den Hauptmann von Köpenick hinaus ist die Altstadt einen Besuch wert. Wer Lust hat, kann bei einem in der Altstadt auch einen Blick in das malerische Schloss werfen. Das dort ansässige Kunstgewerbemuseum gibt einen Einblick in die kostbaren Schätze und Prunkstücke der Hohenzollern und zeigt in 21 Räumen, wie Bürgerliche und Adligen wohnten. 

Der mittelalterliche Charme der Köpenicker Altstadt zieht insbesondere vom 13. bis zum 15. Dezember 2019 durch die Straßen. Denn am dritten Adventswochenende findet der diesjährige Weihnachtsmarkt unter dem Motto „Köpenick, die Weihnachtsinsel“ statt und bietet seinen Besuchern Kunsthandwerk, kulinarische Genüsse und ein Bühnenprogramm. 

Die Aufnahme der Altstadt Köpenick wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Das Schloss Prötzel unweit von Strausberg gehörte einst zu den schönsten Schlössern in Brandenburg. Der barocke Prunkbau wurde vor mehr als 300 Jahren errichtet und in der Mitte des 18. Jahrhunderts um einem wunderschönen Landschaftspark im englischen Stil ergänzt. Doch seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bröckelt der Putz.

Als im Frühjahr 1945 die Rote Armee auf die Reichshauptstadt vorrückte, war auch Prötzel umkämpft. Das Schloss verzeichnete unzählige Einschläge, die noch heute in der Schlossfassade erkennbar sind. In der Nachkriegszeit wurde das Schloss unter anderem als Kulturhaus der LPG, als Kindergarten und Jugendklub genutzt. Erste Versuche dem Schloss nach der Wende wieder zu neuem Glanz zu verhelfen, schlugen fehl. Im Jahr 2007 folgte die Versteigerung des Ensembles. Der armenische Geschäftsmann Vagram Ekavyan erwarb das Schloss. Mit großem Elan widmet er sich seither der Sanierung des alten Gemäuers.

Mittlerweile erwarten rote Teppiche die Besucher im Eingangsbereich. Im ersten Salon gibt die Fensterfront den Blick auf den malerisch gelegenen See frei. Im östliche Schlossflügel ist durch die Entfernung von Zwischenwänden ein Saal mit 400 Sitzplätzen entstanden. Mit all diese Veränderungen bewegt sich Vagram Ekavyan auf dünnem Eis. Denn Vorbereitung, Planung und Durchführung aller Maßnahmen dürfen nur in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz erfolgen. Das erschwert die Sanierung, unter anderem des Daches, der Fenster sowie der Gründungs- und Kellerbereiche, denn die Erteilung von Baugenehmigungen nimmt viel Zeit in Anspruch.

Ekavyan will Schloss Prötzel zu einem Ort für Begegnungen machen. Nach Abschluss der Sanierungen soll das Schloss als Luxus- und Wellnesshotel genutzt werden. Bis es soweit ist, ist das Ensemble Ausrichtungsort zahlreicher kultureller Veranstaltungen. So findet seit 2011 jährlich das Komitas-Festival auf Schloss Prötzel statt. Das Festival wurde nach dem armenischen Komponisten und Musikwissenschaftler Komitas Vardapet (1869-1935) benannt und vereint Musiker aus einer Vielzahl von Ländern, unter anderem stammen die Künstler aus Armenien, Israel, Russland, Australien, den USA und Argentinien.

Die Aufnahme des Schlosses Prötzel wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Ab Herbst 2019 betreibt der Internetgigant Amazon in Kiekebusch ein neues Logistikzentrum. 900 Arbeitsplätze sollen dort in den kommenden Jahren entstehen. Um die die umliegenden Straßen und Anwohner von dem zu erwartenden hohen Lkw-Aufkommen zu entlasten, soll das Logistikzentrum an der A 113 einen eigenen Autobahnanschluss bekommen.

In dem neuen, circa 34.000 Quadratmeter großen Sortierzentrum kommen Pakete aus ganz Europa an. In Kiekebusch werden die Waren nach Postleitzahlen sortiert, bevor sie in die Verteilzentren kommen, von wo aus sie an die Kunden versendet werden. Um die Pakete von und zum Logistikzentrum zu transportieren, werden sich in den umliegenden Straßen täglich bis zu 1.000 Lkw bewegen. Zu viel angesichts der aktuellen Verkehrssituation.

Entlastung soll ein zusätzlicher Autobahnanschluss bringen. Der Bund hat bereits die Finanzierung in Höhe von rund 5 Millionen Euro zugesagt. Ein Problem gibt es jedoch: Noch existiert der Autobahnanschluss nur auf dem Papier. Die Auf- und Abfahrt wird voraussichtlich erst zwischen 2025 und 2030 gebaut. Zudem bringt sie für die Kraftfahrzeugführer eine entscheidende Änderung mit sich: Weil die Abstände zwischen den einzelnen Anschlussstellen zu gering sind und damit technische Parameter nicht erfüllt werden, wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit zwischen dem Schönefelder Kreuz bis zur Berliner Stadtgrenze bei Tempo 80 liegen.

Die Aufnahme wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Die Bevölkerung und Wirtschaft in Berlin und Brandenburg wachsen – und mit Ihnen auch die Menge an Abwasser. Um auch zukünftig das Ab- und Regenwasser auf höchstem Niveau reinigen zu können, investieren die Berliner Wasserbetriebe bis 2024 rund 275 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Klärwerks Waßmannsdorf.

In einem ersten Schritt erfolgte 2017 der Spatenstich für den Bau eines Mischwasserspeichers. Dieser riesige Tank fasst 50 Millionen Liter Abwasser – so viel wie kein anderer seiner Art in einem deutschen Klärwerk. Er soll dazu beitragen, die Kanalisation in der Region zu entlasten. Denn bei Starkregen staut sich das Abwasser. Dadurch läuft Schmutzwasser ungeklärt in die Spree und in den Teltow-Kanal und auch Gullydeckel können durch den Wasserdruck aus Ihren Fassungen gedrückt werden. In dem neuen Tank werden die Wassermassen zunächst zwischengespeichert. Wenn der Regen aufhört, wird es nach und nach im Klärwerk gesäubert.

Die Bauarbeiten am Mischwasserspeicher sind bereits abgeschlossen. Derzeit läuft der Probebetrieb. Gleichzeitig wurden bereites die nächsten Modernisierungsvorhaben in Angriff genommen: Es werden neue Klärstraßen sowie eine zusätzliche Klärstufe angelegt. So soll es ab 2024 möglich sein, dass Schmutzwasser bis zu 97 Prozent zu reinigen.

Ein Bild und seine Geschichte gehen um die Welt: Von den USA über Brasilien und Saudi-Arabien bis nach Neuseeland ist der Fahrradhof in Altlandsberg bekannt. Warum? An seiner Hauswand hängen rund 200 Fahrräder. Alles begann, als ein Angestellter den Besitzer Peter Horstmann fragte, was er mit den ungefähr 40 Fahrrädern anstellen solle, die ihnen von ihren Kunden überlassen worden waren. "Häng sie an die Wand", antwortete Horstmann aus dem Bauch.

Das älteste Fahrrad an der Wand stammt aus dem Jahr 1933. Es gibt alle Arten von Modellen, einschließlich eines, das ein Kunde als jenes Fahrrad erkannt hat, das ihm 1986 an einem Bahnhof entwendet wurde. Der Ladenbesitzer bot an, es ihm zurückzugeben, der Kunde lehnte jedoch ab.

Der Fahrradhof entstand 1999 in einem leerstehenden Pferdestall einer Brauerei, aus dem Mitte der 1950er Jahre noch die Kutscher Eisblöcke ausfuhren. Zunächst wurden für den Verkauf von Rädern nur rund 50 Quadratmeter genutzt, heute verfügt das Fahrradhaus über eine Ausstellungsfläche von 2.000 Quadratmetern und 1.200 Fahrrädern zum Test und Kauf. Auch wenn andere Händler mit einer größeren Menge derselben Fahrräder werben, eine breitere Auswahl unterschiedlicher Räder finden sich in der Hauptstadtregion kaum. Deshalb gilt der Fahrradhof Altlandsberg auch als der Laden mit der größten Modellauswahl in Berlin und Brandenburg. Mehr Infos finden Sie unter: https://www.fahrradhof-altlandsberg.de/

Die Aufnahme des Fahrradhofes Altlandsberg stammt aus dem Jahr 2018 und wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Im Jahr 2009 beginnen in Niederfinow die Bauarbeiten an einem Mammutprojekt: Für 300 Millionen Euro entsteht ein neues, modernes Schiffshebewerk. Ein gemeinsames Schicksal verbindet dieses Vorhaben mit anderen Großprojekten wie dem BER: Der ursprünglich avisierte Eröffnungstermin musste mehrmals verschoben werden. Dennoch ist dieses Vorhaben in vielerlei Hinsicht einzigartig. Zum einen wird das gesetzte Budget eingehalten, zum anderen ist die Errichtung des Schiffshebewerkes alles andere als Routine. Nur einmal alle 50 bis 100 Jahre wird ein solches Vorhaben realisiert.

Zeitdruck herrscht auf der Baustelle nicht. Das 85 Jahre alte Schiffshebewerk nebenan arbeitet noch immer zuverlässig. Der Neubau als Ersatzinvestition wurde rechtzeitig veranlasst. Die Ingenieure, Bauleute und Anlagenmonteure haben in Niederfinow bereits eindrucksvolle Arbeit geleistet. Dass es zu Verzögerungen kam, ist auch im Hinblick auf die Qualitätsansprüche zu verschmerzen. So haben unvorhersehbare Insolvenzen von Nachunternehmen oder notwendige Nacharbeiten den Bauablauf ebenso beeinträchtigt wie die eingeschränkte Verfügbarkeit von Ressourcen und die lange Lieferzeit verschiedener Materialien.

Seinen ersten Stresstest hat das neue Schiffshebewerk bereits im vergangenen Jahr erfolgreich bestanden. In den fast 2.800 Tonnen schweren Stahltrog wurde Wasser eingeleitet. Alle Bauteile funktionieren, die Drehtüren halten den Belastungen stand und der gewaltige Behälter ist dicht. Nun müssen noch die notwendigen Arbeiten an den Außenanlagen sowie die Maschinenbau- und Elektroarbeiten im Inneren abgeschlossen werden.

Der Beginn des Probebetriebes im Herbst 2019 scheint nach aktuellem Stand realistisch. Können alle Tests erfolgreich absolviert werden, steht der Aufnahme des regulären Betriebes im Frühjahr 2020 nichts im Weg. Lastenkähne, Ausflugsdampfer und Privatboote können dann den neuen Fahrstuhl im Ober-Havel-Kanal nutzen, während der „technische Oldtimer" als historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland erhalten bleibt.

Die Aufnahme des Schiffshebewerks in Niederfinow stammt aus dem Jahr 2018 und wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Es hätte einer der großen Sensationsmeldungen des vergangenen Jahres sein können: Der Verkehr am BER rollt. Leider waren es jedoch nicht Flugzeuge und Koffer, die über das Gelände bewegt wurden, sondern Autos. Volkswagen mietete rund 8.000 Stellplätze in drei Parkhäusern und auf drei Freiflächen am Terminal an. Eine lohnende Einnahmequelle für den BER.

Grund für den großen Parkplatzbedarf von VW war die Einführung des neue Abgastestverfahren WLTP („Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure") im September 2018. Mehr als 260 Getriebe-Motorkombinationen musste VW mit dem verbindlichen Standard neu messen und zulassen. Doch die Freigaben für viele Modelle durch das Kraftfahrt-Bundesamt ließen auf sich warten. Um Lieferverzögerungen so gering wie möglich zu halten, hatte der Konzern zahlreiche Autos vorproduziert, die den Anforderungen des neuen Prüfverfahrens entsprachen. Doch bis die Freigaben vorlagen und die Fahrzeuge ausgeliefert werden konnten, wurden diese erst einmal geschützt mit Stoff-Abdeckungen und streng bewacht auf dem BER geparkt.

Der Vertrag mit VW hat sich für den BER gelohnt, brachte er doch Geld in die Kassen: nach eigenen Angaben verdiente der Flughafen mit den ungenutzten Parkplätzen allein 2018 rund eine Million Euro.

Die Aufnahme des BER wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Die Gemeinde Schönefeld boomt. Auch ohne die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens zieht es immer mehr Menschen und Unternehmen in den Ort. Zu den ansässigen 2.500 Unternehmen zählen neben dem Flughafen das Logistikzentrum, das Möbelzentrum im Ortsteil Waltersdorf, das Postverteilzentrum sowie das Großklärwerk Waßmannsdorf. Mit der Eröffnung des BER werden weitere Unternehmen hinzukommen. Für Schönefeld geht diese Entwicklung mit vielfältigen Herausforderungen einher, der sich die Gemeindeverwaltung vorausschauend stellt.

In den vergangenen Jahren hat in Schönefeld ein regelrechter Bauboom eingesetzt. Gegenüber dem Rathaus wurde erst vor Kurzem die neue Grundschule fertiggestellt. Direkt daneben entsteht eine neue Kita. Ein neues Gymnasium entsteht derzeit in Alt-Schönefeld, eine weitere Oberschule soll folgen. Diese Beispiele zeigen: Großer Zuwachs erfordert große Maßnahmen. Manch ein Projekt, wie der Ausbau der Hans-Grade-Allee, scheint dabei derzeit noch überdimensioniert, doch mit der Eröffnung des BER wird laut Prognosen ein deutlicher Bevölkerungs- und Verkehrszuwachs einhergehen.

Dass sich die Gemeinde diese Investitionen leisten kann, liegt an den großen und kleinen Unternehmen, die sich in Schönefeld angesiedelt haben. Jedes Jahr erzielt die Gemeinde Steuereinnahmen von mehr als 120 Millionen Euro. Das entspricht mehr als 8.000 Euro pro Einwohner. Zum Vergleich: In Potsdam betragen die Steuereinnahmen nur rund 410 Euro pro Einwohner, in Cottbus nur 120 Euro. Diese Zahlen bringen Schönefeld den Titel „reichste Gemeinde Brandenburgs" ein.

 

Die Aufnahme zeigt die Mittelstraße in Schönefeld und wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Rund eine Autostunde von Berlin entfernt befindet sich das Kloster Chorin: einst Herberge der Zisterziensermönche ist die Anlage heute Mittelpunkt zahlreicher kultureller Veranstaltungen. Legendär ist seit vielen Jahren der Choriner Musiksommer. Hochkarätige Musiker, Dirigenten, Orchester und Ensembles präsentieren vielfältige klassische Stücke und ziehen damit rund 24.000 Besucher an. Zum 56. Mal findet der Choriner Musiksommer in diesem Jahr statt und lädt vom 22. Juni bis zum 25. August 2019 zu 17 Konzerten und einem Kinderkonzert ein.

Diesem Musikgenuss kann man nicht nur in der Kirche lauschen, sondern auch auf dem Rasen im Innenhof des Klosters. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg stellte deshalb einst fest: Die Klosterkirche ist die „romantischste Konzerthalle" und der Innenhof „die musikalischste Wiese unseres Landes".

Ruhe und Einkehr: Die Stille Stunde

Auch wer die Ruhe und Abgeschiedenheit bevorzugt, findet in Chorin das passende Angebot: Seit dem vergangenen Jahr lädt das Kloster an jedem zweiten Freitag im Monat zur Stillen Stunde ein. Nach dem Ende der offiziellen Öffnungszeiten erhalten Besucher die Möglichkeit, sich ohne ein Wort durch die Anlage zu bewegen, ihre Gedanken zu sammeln und sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert

Mehrere Ausstellungen informieren über die Geschichte des Klosters, die Architektur und das Leben der Mönche. Im ehemaligen Krankensaal, dem Infarium und dem Abthaus stellen regionale Künstler ihre Werke aus. Darüber hinaus locken das Neujahrskonzert, das große Osterfest mit Markt, Theateraufführungen, Kräuter- und Keramiktage sowie viele weitere Veranstaltungen jedes Jahr Kinder und Erwachsene in die Schorfheide.

Beeindruckende Architektur

Das Kloster wurde 1273 vom Markgrafen von Brandenburg erbaut und gilt als das erste gotische Backsteinbauwerk in Brandenburg. Die Zisterzienser hatten festgelegte Bauvorschriften, die sich auch auf die Architektur der Klosteranlage in Chorin auswirkten. Skulpturen, Malereien und Bilder waren ebenso verboten wie Turmbauten. Trotz dieser Verbote ist Chorin dank seiner Westfassade eine der am reichsten gestalteten backsteingotischen Kirchenfassaden. Dazu tragen vor allem die aufwendige Gliederung mit Treppentürmen, Fialen, krabbenbesetzte Giebel, Schmuckblenden, Strebepfeiler sowie die typischen Spitzbogenfenster bei.

Im Jahr 1542 konvertierte der brandenburgische Markgraf zum Protestantismus – das Kloster wurde aufgelöst und verfiel im Laufe der nächsten Jahrhunderte. Karl Friedrich Schinkel trug im frühen 19. Jahrhundert dazu bei, dass das Kloster teilweise wieder aufgebaut wurde und der Erhalt der Klosteranlage somit gesichert werden konnte.

 

Die Aufnahme des Kloster Chorins wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

Nur wenige Kilometer von der Metropole Berlin entfernt, befindet sich im Landkreis Märkisch-Oderland die Kleinstadt Altlandsberg. Der mittelalterliche Stadtkern hat sich den vergangenen Jahrhunderten kaum verändert und verleiht der Stadt bis heute einen besonderen Charme. Die Stadtmauer und die beiden Tortürme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Sie sind weitgehend erhalten und restauriert.

Dass dieses Zeugnis des Mittelalters bis heute existiert, überrascht angesichts der fast 800jährigen Geschichte von Altlandsberg: Immer wieder wurde die Stadt von wirtschaftlichen Notständen, Feuerbrünsten und Epidemien heimgesucht. Mehr als einmal war Altlandsberg Schauplatz kriegerischer Konflikte. Dennoch befinden sich im Inneren der Stadtmauer Spuren des Mittelalters: Die Bürgerhäuser und Gehöfte aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind saniert, das Rathaus steht unter Denkmalschutz. Auch das Amtsgericht aus der Neorenaissance sowie die Stadt- und Schlosskirche sind erhalten geblieben. Die Wall- und Grabenanlagen, die die Stadtmauer umgaben, sind dagegen einer Parkanlage gewichen.

Einen besonderen Ausblick über die Stadt bietet sich vom Berliner Turm. Über Holzleitern und durch Holzluken hindurch gelangt man auf den begehbaren Umlauf, des 18m hohen Turmes. Neben dem Berliner Turm gibt es den Strausberger Turm. Er ist 22 m hoch und wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts gebaut. Lange Zeit diente er als Gefängnis und Polizeistation. 1897 erhielt er ein Storchenrad. Seit dieser Zeit nisten auf dem Dach Störche, die als Wahrzeichen Altlandsbergs gelten und sich auch auf dem Stadtwappen der Stadt wiederfinden.

Die Aufnahme der Stadtmauer und des Strausberger Turms wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.