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Impressionen aus der Luft: Schloss Wilkendorf - Vom Jagdschloss zum Luxushotel

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In der Hauptstadtregion gibt es zahlreiche Burgen und Schlösser, die sich seit vielen Jahren im Dornröschenschlaf befinden. Eines von ihnen soll 2019 zu neuem Leben erweckt werden: Das Schloss Wilkendorf im Ort Wilkendorf in Altlandsberg nördlich von Strausberg. Im kommenden Jahr werden die seit 2007 andauernden Bauarbeiten abgeschlossen sein und das einstige Jagdschloss öffnet als Luxushotel seine Tore.

Die Modernisierungsarbeiten waren kein leichtes Unterfangen, denn hinter Schloss Wilkendorf liegt eine bewegte Geschichte. Das idyllisch gelegene Anwesen gehört seit 1536 dem Adelsgeschlecht von Pfuel. Über lange Zeit befand sich dort kein sogenanntes „herrschaftliches Gebäude". Erst 1855 ließ Felix Bertram Gustav von Pfuel dort ein Jagdschloss im englischen Stil errichten.

Nach einem Brand 1893 wurde das Schloss im Zuge des Wiederaufbaus verändert und später noch vergrößert. Nach dem Tod des Schlossherrn wechselte es mehrfach den Besitzer. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges diente es als Not-Unterkunft für den damaligen spanischen Botschafter. Nach 1945 nutzte das DDR-Verteidigungsministerium Schloss Wilkendorf als Gästehaus. Dort trat am 9. August 1961 die „operative Gruppe" des Ministeriums für Nationale Verteidigung zusammen, um die Detailpläne für den Einsatz der Nationalen Volksarmee der DDR im Zusammenhang mit der Errichtung der Berliner Mauer ab dem 13. August 1961 festzulegen. Auch das letzte Treffen der Verteidigungsminister der Warschauer Vertragsstaaten fand auf Schloss Wilkendorf statt.

Nach der Wiedervereinigung stand die Schlossanlage lange leer, was den Zustand des denkmalgeschützten Ensembles wenig beförderte. Seit 1998 versuchte die Gemeinde Gielsdorf, zu der Wilkendorf territorial gehörte, einen Investor für die Anlage zu finden. Aufgrund des erbarmungswürdigen Zustandes der Immobilie gelang dies erst 2005. Damals erwarb ein russisches Konsortium das Schloss und den umliegenden Park. Mehrere Millionen Euro sind seither in die Restaurierung der Anlage investiert worden. Langsam und Schritt für Schritt wurden unter anderem das Gebäude entkernt, die Fassade erneuert und umfangreiche Arbeiten zur unterirdischen Installation des Techniktraktes durchgeführt. Der Schlosspark wurde von Landschaftsarchitekten neugestaltet. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden, dann ist Schloss Wilkendorf wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Aufnahme des Schlosses Wilkendorf wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

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