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Impressionen aus der Luft: Der BER könnte die umliegenden Autobahnen lahmlegen

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Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg überzeugt mit einem engmaschigen und leistungsstarken Verkehrsnetz. Autobahnen, Schienen- und Wasserwege sowie die Flughäfen ermöglichen eine schnelle Beförderung von Menschen und Gütern. Der neue Großstadtflughafen BER soll die überregionale und internationale Erreichbarkeit der Region weiter stärken. Doch die schnelle Anbindung ist zwei Gutachten zufolge in Gefahr, denn mit der Eröffnung des BER droht auf den Autobahnen rund um das Schönefelder Kreuz Chaos.

Staus, Unfälle, unberechenbare Anfahrtszeiten

Besonders die Stadtautobahnen A 113 und A 100, die bereits heute hoch frequentiert sind, könnten durch den zusätzlichen Verkehr nach der Eröffnung des BER an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Die Gutachter der Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter sowie des Büro Spreeplan kommen zu dem Ergebnis, dass man deutlich mehr Zeit einplanen müsse als heute, um mit dem Auto zum Flughafen zu kommen. Zwar ist der BER nur wenige Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt, dennoch könne die Anfahrtsdauer zum Flughafen aufgrund von reduzierter Geschwindigkeit und Staus nicht verlässlich abgeschätzt werden kann.

Im BER-Verkehrsgutachten des Büro Spreeplan wird deshalb die Einführung einer Maut empfohlen. Auch die „Zuflussdosierung an den Autobahnabfahrten" und die „Freigabe von Standspuren auf Autobahnen zu Spitzenzeiten mit reduzierter Geschwindigkeit" könnten Staus entschärfen.

Berliner Senatsverwaltung teilt die Sorgen nicht

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen schätzt die Situation anders ein, verweist allerdings vor allem auf den öffentlichen Nahverkehr. Dieser sei durch S-Bahnen im Zehn-Minuten-Takt, Regionalzüge und den Flughafenexpress im 15-Minuten-Takt vorbildlich.

Die Aufnahme des Autobahnkreuzes stammt aus dem März 2016 und wurde uns von Helicolor-Luftbild-Ost zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für diese einzigartige Aufnahme.

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