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EEAS-Kaminabend: Die Zukunft der Antriebstechnik in einem neuen Technologiezentrum

EEAS Logo mit UnterzeileAm 5. Dezember 2016 kamen Experten der Triebwerkstechnik beim EEAS-Kaminabend zusammen, um über die Zukunft dieses Kompetenzfeldes zu diskutieren.

Im Rahmen des Projektes „Energy Efficient Aviation Solutions" (EEAS) wurden in Zusammenarbeit mit Akteuren der Triebwerkstechnik seit Mai 2015 Forschungsschwerpunkte identifiziert, Kontakte zu Akteuren der Mikro- und Nanoelektronik vermittelt, Stärken und Schwächen des Kompetenzfeldes Flugzeugtriebwerke analysiert und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um die regionalen Unternehmen weiter zu unterstützen. Die entwickelten Handlungsempfehlungen galt es nun zu verifizieren und die ersten Schritte zur Umsetzung zu diskutieren.

In Berlin und Brandenburg sind zahlreiche Unternehmen ansässig, die im Bereich der Triebwerkstechnik aktiv sind und über herausragende Kompetenzen verfügen. Zu ihnen gehören Rolls-Royce Deutschland, MTU Maintenance, Element Materials Technology und AneCom AeroTest, aber auch Wartungsunternehmen wie Lufthansa Bombardier Aviation Services. Damit hat die Hauptstadtregion nicht nur einen OEM für Triebwerke vor Ort, sondern Unternehmen, die Dienstleistungen entlang der gesamten Triebwerks-Wertschöpfungskette anbieten. Hinzu kommen zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen, die ein breites Spektrum an Forschungsthemen abdecken und gemeinsam mit den Unternehmen dafür Sorge tragen, den hohen technologischen Entwicklungsstand des Kompetenzfeldes in unserer Region zu erhalten.

Eine der vorgeschlagenen Idee ist es, die vorhandenen Kompetenzen, Dienstleistungen und Erfahrungen zukünftig in einem neuen Technologiezentrum zu bündeln. Dabei sollte es sich nicht nur um eine Immobilie handeln, sondern um ein thematisch ausgerichtetes Kompetenzzentrum, in dem Mitarbeiter mehrere Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen zusammenarbeiten. Die anwesenden Experten befürworteten die Idee und signalisierten Unterstützung für die Umsetzung des Vorhabens. Ein Schwerpunkt der Diskussionen beim EEAS-Kaminabend war der thematische Fokus eines solchen Technologienzentrums. „Die technische Entwicklung von herkömmlichen Flugzeugtriebwerken stößt zunehmend an ihre Grenzen", fasst Prof. Dr. Andreas Timmermann die Aussagen der Expertenrunde zusammen. „Deshalb werden neue Antriebskonzepte benötigt, um Lärmbelastung, Treibstoffverbrauch und Schadstoffausstoß weiter zu minimieren."

Der Weg zu einem elektrisch angetriebenen größeren Flugzeug ist noch weit. Umso wichtiger ist es, die ersten Schritte bereits heute zu gehen. In Berlin und Brandenburg sind dafür hervorragende Kompetenzen vorhanden, um bereits in naher Zukunft erste Teilziele wie ein hybrider Antrieb für kleine und mittlere Flugzeuge sowie elektrische Antriebe für Flieger der General und Business Aviation Realität werden zu lassen. „Durch die räumliche Zusammenführung von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen in einem Technologiezentrum mit entsprechendem thematischem Schwerpunkt können gemeinsame Kooperationen gefördert, die überregionale Wahrnehmung der Kompetenzen erhöht und so die Weiterentwicklung im Bereich der Antriebe vorangetrieben werden", so Prof. Dr. Andreas Timmermann.

Die BBAA wird in Zusammenarbeit mit Berlin Partner in den kommenden Wochen ein erstes Strategiepapier entwerfen und dieses im Rahmen einer Arbeitsgruppe, die aus Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bestehen soll, zur Diskussion stellen. Über die Fortschritte werden wir Sie regelmäßig auf www.bbaa.de informieren.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Timmermann
Projektleiter

Susanne Marks
Projektmanager

Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V.
Freiheitstraße 120 C
15745 Wildau

Tel. +49 3375 9218421
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

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