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MTU Aero Engines konkretisiert zum Halbjahr die Prognose

MTU Aero Engines LogoDie MTU Aero Engines AG hat im ersten Halbjahr 2016 ein Umsatzplus von 4 % auf 2.299,2 Mio. € erzielt (1-6/15: 2.202,0 Mio. €).

Das Unternehmen verbesserte das operative Ergebnis um 19 % auf 254,1 Mio. € (1-6/15: 212,8 Mio. €). Die Ergebnismarge stieg von 9,7 % auf 11,1 %. Analog zum operativen Ergebnis nahm der Gewinn nach Steuern um 20 % auf 176,1 Mio. € zu (1-6/15: 147,2 Mio. €).

„Basierend auf den Zahlen des erfolgreichen ersten Halbjahres können wir unseren Ausblick heute konkretisieren", sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. Die MTU erwartet für 2016 einen Konzernumsatz, der mit rund 4,7 Mrd. € am oberen Ende der ursprünglich prognostizierten Spanne von 4,6 bis 4,7 Mrd. € liegen dürfte. Das Unternehmen rechnet mit einem operativen Ergebnis von etwa 480 Mio. € (EBIT bereinigt, 2015: 440,3 Mio. €). Bisher stand eine stabile Marge von etwa 10 % im Ausblick. Der Gewinn nach Steuern dürfte rund 330 Mio. € erreichen (Net Income bereinigt, 2015: 306,9 Mio. €) - ein Zuwachs analog zum operativen Ergebnis. Der Prognose liegt eine Wechselkursannahme von 1,10 US-$ je € zugrunde.

Während der Umsatz der MTU im ersten Halbjahr sowohl in der zivilen Instandhaltung als auch im militärischen Triebwerksgeschäft gestiegen ist, war er im zivilen Triebwerksgeschäft leicht rückläufig: Mit einem Plus von 18 % auf 893,3 Mio. € (1-6/15: 754,2 Mio. €) erreichte die zivile Instandhaltung (MRO) den größten Umsatzzuwachs. Das V2500 für die Airbus A320-Familie war im MRO-Segment der Hauptumsatzträger. „Auf Quartalsbasis haben wir in der zivilen MRO mit einem Umsatz von 464,5 Mio. € den dritten Rekordwert in Folge erzielt", betonte Programm-Vorstand Michael Schreyögg.

Der Umsatz im militärischen Triebwerksgeschäft ist um 12 % auf 240,2 Mio. € gestiegen (1-6/15: 215,3 Mio. €). Wichtigster Umsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200.

Im zivilen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz leicht zurückgegangen: Er sank um 4 % von 1.251,8 Mio. € auf 1.200,9 Mio. €. „In den Zahlen spiegeln sich vor allem Verschiebungen beim PW1100G-JM für die A320neo wider", erläuterte Schreyögg. „Den Hochlauf dieses Programms und den damit verbundenen Umsatzzuwachs erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte." Im zivilen Triebwerksgeschäft entfielen die größten Umsatzanteile auf das V2500, den A380-Antrieb GP7000 sowie das GEnx für die Boeing 787 und 747-8. Der Auftragsbestand lag am Halbjahresende bei 11.544,6 Mio. € (31.12.2015: 12.493,7 Mio. €). Die wichtigsten Triebwerke im Auftragsbestand sind das V2500 und die Getriebefans der PW1000G-Familie, vor allem der A320neo-Antrieb PW1100G-JM. „Mit den Getriebefan-Programmen, dem V2500 und dem Widebody-Antrieb GEnx konnten wir vor zwei Wochen auch auf der Farnborough International Airshow punkten", sagte Winkler. Die Messe-Aufträge in Höhe von rund 1 Mrd. € sind im Auftragsbestand noch nicht enthalten.

Die MTU hat ihr Ergebnis im ersten Halbjahr in beiden Geschäftsbereichen verbessert: Im OEM-Segment erzielte sie ein Ergebnisplus von 22 % auf 169,5 Mio. € (1-6/15: 139,2 Mio. €). Die Ergebnismarge legte um 2,3 Prozentpunkte auf 11,8 % zu. Das Ergebnis der zivilen Instandhaltung stieg um 15 % auf 84,5 Mio. € (1-6/15: 73,5 Mio. €). Die EBIT-Marge der zivilen MRO erreichte 9,5 % (1-6/15: 9,7 %).

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen im ersten Halbjahr mit 113,6 Mio. € um 11 % über dem Vergleichswert (1-6/15: 102,0 Mio. €). Die F&E-Schwerpunkte bildeten die Getriebefans und ihre Weiterentwicklung, der Langstrecken-Antrieb GE9X für die Boeing 777X sowie Technologiestudien und F&E-Arbeiten für zukünftige Antriebsgenerationen.

Im ersten Halbjahr erreichte die MTU einen Free Cashflow in Höhe von 69,8 Mio. € (1-6/15: 86,7 Mio. €). „Im Gesamtjahr dürfte der Free Cashflow einen Wert in ähnlicher Höhe erreichen und damit etwa bei 70 Mio. € liegen", so Winkler.

In Sachanlagen hat die MTU mit 62,3 Mio. € um 61 % mehr investiert als im Vergleichszeitraum (1-6/15: 38,7 Mio. €). Die Mittel wurden sowohl für neue Anlagen und Maschinen verwendet, die für den Serienhochlauf der Getriebefan-Produktion und die Vorbereitung der Instandhaltung auf die Getriebefan-Programme benötigt werden, als auch für Ersatzbeschaffungen im bestehenden Anlagen- und Maschinenpark.

Am 30. Juni 2016 beschäftigte die MTU 8.362 Mitarbeiter (31. Dezember 2015: 8.334 Mitarbeiter).

 

MTU Aero Engines – Eckdaten 1. Halbjahr 2016
(Beträge in Mio. €, vergleichbar gerechnet, Rechnungslegung nach IFRS)

MTU Aero Engines

 

H1 2015

 

H1 2016

 

Veränderung

Umsatz

2.202,0

2.299,2

+ 4,4 %

   davon OEM-Geschäft

1.467,1

1.441,1

- 1,8 %

         davon ziviles Triebwerksgeschäft

1.251,8

1.200,9

- 4,1 %

         davon milit. Triebwerksgeschäft

215,3

240,2

+ 11,6 %

   davon zivile Instandhaltung

754,2

893,3

+ 18,4 %

EBIT (vergleichbar gerechnet)

212,8

254,1

+ 19,4 %

   davon OEM-Geschäft

139,2

                169,5

+ 21,8 %

   davon zivile Instandhaltung

73,5

84,5

+ 15,0 %

EBIT-Marge (vergleichbar gerechnet)

9,7 %

11,1 %

   im OEM-Geschäft

9,5 %

11,8 %

    in der zivilen Instandhaltung

9,7 %

9,5 %

Net Income (vergleichbar gerechnet)

147,2

176,1

+ 19,6 %

Net Income (reported)

104,0

158,6

+ 52,5 %

Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported)

2,04 €

3,10 €

+ 52,0 %

Free Cashflow

86,7

69,8

- 19,5 %

Forschungs- und
Entwicklungsausgaben

102,0

113,6

+ 11,4 %

   davon
   eigenfinanzierte F&E

79,1

91,2

+ 15,3 %

   davon
  
fremdfinanzierte F&E

22,9

22,4

- 2,2 %

   eigenfinanzierte F&E gemäß GuV

24,3

38,5

+ 58,4 %

Investitionen in Sachanlagen

38,7

62,3

+ 61,0 %

31. Dez. 15

30. Juni 16

Veränderung

Auftragsbestand

12.493,7

11.544,6

- 7,6 %

davon OEM-Geschäft

6.830,6

6.140,8

- 10,1 %

davon zivile Instandhaltung

5.663,1

5.403,8

- 4,6 %

Mitarbeiter

8.334

8.362

+ 0,3 %

 

Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.

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Alle Presse-Infos und Bilder unter http://www.mtu.de

 

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesände-rungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.