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Die Initiative „Supply Chain Excellence“ präsentiert erste Ergebnisse und Maßnahmen auf der ILA

SCEDie von der Initiative „Supply Chain Excellence" (SCE) durchgeführte Studie zur deutschen Luftfahrtzulieferindustrie wurde am 1. Juni 2016 auf der ILA Berlin Air Show von Brigitte Zypries, Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vorgestellt.

Mit der Studie verfügt Deutschland erstmals über eine einheitliche und flächendeckende Erhebung seiner Luftfahrtzulieferindustrie, die aus mehr als 2.000 Betrieben mit mehr als 100.000 Beschäftigten und einem Branchenumsatz von mehr als 30 Milliarden Euro besteht.

Die Ergebnisse zeigen, dass der mit Abstand größte Kunde der Zulieferer das Unternehmen Airbus ist. Die wichtigsten Märkte im Hinblick auf Absatz, Produktion und Beschaffung sind Deutschland, die USA und Frankreich. Darüber hinaus sind die deutschen Unternehmen in vielen weiteren Ländern präsent. Somit kann festgehalten werden, dass die deutsche Luftfahrtindustrie bereits in allen Wachstumsregionen vertreten ist. Die deutschen Kernkompetenzen in der Zulieferkette liegen in den Bereichen Engineering, Kabine, Systeme und Strukturbau. In den kommenden fünf Jahren erwartet die Mehrheit der Befragten eine leicht steigende Umsatzentwicklung.

Im Hinblick auf den Strukturwandel in der Luftfahrtindustrie gehen vor allem die Tier-3-Lieferanten davon aus, dass sie ihre Position in der Zulieferkette in den kommenden fünf Jahren stärken und auf Tier-2-Ebene aufsteigen können.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass die Befragten ihre Innovationskraft überwiegend positiv einschätzen. Die Fähigkeit zur Übernahme von Programmrisiken, beispielsweise in Form einer Vorfinanzierung von Entwicklung, ist hingegen nur schwach ausgeprägt.

Handlungsbedarf sehen die deutschen Zulieferer in der Beschleunigung des Strukturwandels. Nach Ansicht der Befragten stellen die Internationalisierung, die Neuausrichtung des Geschäftsmodells sowie die Anbahnung von Kooperationen die größten Herausforderungen in den kommenden Jahren dar.

SCE-Initiative entwickelt Maßnahmenpaket

Weitere Ergebnisse wurden auf der Konferenz Supply Chain Excellence zwei Tage später erläutert. Die Veranstaltung wurde vom Geschäftsführenden Vorstand der BBAA, Prof. Dr. Andreas Timmermann, moderiert. Dabei wurden auch aktuelle Projekte aus den Arbeitsbereichen der Initiative präsentiert und diskutiert. Die BBAA engagiert sich in drei der sechs Arbeitsbereiche: Finanzierung und Verträge, Industrial Performance sowie Internationalisierung.

Im Arbeitsbereich Internationalisierung hat sich gezeigt, dass die deutsche Zulieferindustrie vor allem Unterstützung bei Delegationsreisen, Informationen zu Märkten sowie Handlungsoptionen und –empfehlungen für die einzelnen Märkte benötigt. Die Partner der SCE-Initiative werden deshalb Informationen zu den Absatz- und Beschaffungsmärkten bereitstellen, die Netzwerkbildung zwischen den internationalen Verbänden und Clustern transparenter gestalten und stärken und Best Practice Beispiele von erfolgreichen Internationalisierungsaktivitäten hiesiger Unternehmen aufbereiten.

Im Arbeitsbereich Industrial Performance liegt der Fokus der SCE-Aktivitäten vor allem darauf, die Schnittstellen und unternehmenseigenen Prozesse zu verbessern, um so die Internationalisierung und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. In diesem Arbeitsbereich sollen Best Practice Beispiele Optionen aufgezeigt sowie gezielte Projekte und Trainings zur Prozessoptimierung durchgeführt werden.

Im Arbeitsbereich Finanzierung und Verträge werden vor allem Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, die den Zulieferern helfen, die vorhandenen Förderinstrumente richtig zu nutzen. In einem ersten Schritt wird ein Expertenpool gebildet. Zu diesen Experten gehören unter anderem die Airbus Group Bank und Price Waterhouse Coopers, die die Maßnahmenentwicklung in diesem Bereich bereits jetzt aktiv unterstützt. Um die Unternehmen über Förderprogramme zu informieren, sollen für die Regionen und Länder spezifisch angepasste Informationsveranstaltungen durchgeführt werden. Bereits für September 2016 ist eine bundesweite Auftaktveranstaltung geplant.

Weitere Informationen zur SCE-Initiative finden Sie im Flyer zur Initiative sowie unter: http://www.bbaa.de/ueber-uns/projekte/national/supply-chain-excellence

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Timmermann
Geschäftsführender Vorstand

Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V.
Freiheitstraße 120 C
15745 Wildau

Tel. +49 3375 9218421
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.