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Fliegen – aber sicher!

Safety-BuchDie Fliegerei begann als tollkühnes Abenteuer für Wagemutige, von denen viele ihre Courage mit dem Leben bezahlten. Heute steigen jeden Tag Millionen Passagiere in ein Flugzeug und kommen problemlos von A nach B. Wie wurde Fliegen zu einem sicheren Transportmittel? Welche Gefahren gibt es noch - und sind neue hinzugekommen? Was können andere Branchen aus dem Sicherheitsmanagement der Luftfahrt lernen?

Diese Fragen beantwortet BBAA-Präsident Prof. Dr. Thomas Biermann von der Technischen Hochschule Wildau in seinem neuen Buch „Safety Management in Aviation – and Beyond" (in englischer Sprache), erschienen im Wildau-Verlag. Es ist für 36 € im Buchhandel und im Online-Versand erhältlich. „Die besondere Herausforderung liegt darin, dass wir beim Fliegen ständig gegen ein Naturgesetz ankämpfen – die Schwerkraft. Deshalb stand hier von Anfang an die Sicherheit stark im Fokus", erläutert der Autor.

Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es zuerst, die technischen Schwächen der Flugzeuge zu überwinden, vor allem unzuverlässige Triebwerke. In den 1970er Jahren rückte der Faktor Mensch in den Vordergrund, die systematische Vorbeugung gegen Pilotenfehler führte zu markanten Verbesserungen. Seit einigen Jahren gilt die Aufmerksamkeit primär der Organisation: Wie kann man das System so strukturieren, dass die Fehleranfälligkeit des Menschen verringert wird? Hier spielen Aspekte wie Unternehmens- und Kommunikationskultur eine herausragende Rolle.

Und wie steht es mit neuen Bedrohungen, an die man bisher gar nicht dachte? „Sogenannte Freak Accidents wie der Abschuss eines Verkehrsflugzeuges in der Ost-Ukraine 2014 oder der erweiterte Selbstmord eines Piloten im Frühjahr 2015 in Frankreich sind nicht wirklich neu", sagt Biermann. „Es gab bereits eine Handvoll entsprechender Fälle in den vergangenen Jahrzehnten. Wir sehen hier extrem seltene, aber keinesfalls unmögliche Gefahren. Die Luftfahrt wird auch solche Risiken in den Griff bekommen." Dürfen wir also hoffen, dass Flugzeugabstürze eines Tages vollkommen auszuschließen sind? Da ist Biermann eher skeptisch: „So lange es die Schwerkraft gibt – nein."