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MTU ist Partner beim Antrieb des A380

mtuMünchen - MTU Aero Engines hat das 300. Modul für das GP7000 übergeben. Niederdruckturbinen und Turbinenzwischengehäuse des Airbus-A380-Triebwerks werden in Deutschland gebaut.

Mit einem Anteil von 22,5 Prozent ist MTU nach General Electric sowie Pratt & Whitney der größte Partner an dem von der Engine Alliance gefertigten Aggregat, das eine von zwei Antriebsvarianten für das größte Verkehrsflugzeug der Welt darstellt. Bereits im April war das 250. Triebwerk in Toulouse an Airbus übergeben worden. „In über 1,5 Millionen Flugstunden hat das GP7000 seine hohe Zuverlässigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, sagte MTU-Programmvorstand Michael Schreyögg. „In Bezug auf Kerosinverbrauch und Emissionen haben wir die Vorgaben weit übertroffen.“ Die A380 verbraucht auf 100 Flugkilometern nur drei Liter Kerosin pro Passagier.

Neben der sechsstufigen Niederdruckturbine und dem Turbinenzwischengehäuse werden am Firmensitz in München auch Teile der Hochdruckturbine gefertigt. Und nach fünf Jahren im Einsatz stehen jetzt auch die ersten Wartungsarbeiten an. Noch in diesem Jahr werden die ersten Niederdruckturbinen bei MTU Maintenance in Hannover überholt. Bestimmte Bauteile gehen dabei auch zu spezialisierten Firmenstandorten, so zum mit der Lufthansa Technik betriebenen Joint-Venture Airfoil Services im malaysischen Kota Damansara und zu MTU Aero Engines Polska nach Rzeszow.


Der südpolnische Standort des Triebwerksherstellers wird derzeit durch einen 40 Millionen Euro teuren Anbau um rund 50 Prozent vergrößert, „Die Erweiterung unserer polnischen Tochtergesellschaft ist, wie schon die neue Blisk-Fertigungshalle in München und die Logistikhalle in Hannover Teil der Investitions- undWachstumsstrategie von MTU“, so Vorstandschef Egon Behle. „Wir schaffen damit die Voraussetzungen für den Produktions- und Volumenanstieg bei den Getriebefan- Programmen.“

Für die PW1000G-Familie baut MTU in Polen Komponenten wie die Turbinenschaufeln. Weitere Kompetenzen des Standortes liegen bei der Modulmontage für verschiedene zivile Triebwerksprogramme sowie bei der Reparatur von Teilen wie Rohrleitungen. In die neue Halle werden auch Arbeiten im Zusammenhang mit der Erhöhung des MTU-Anteils am V2500-Triebwerksprogramm für den Airbus A320 verlagert, die bisher in angemieteten Gebäuden durchgeführt werden. Auch die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten will das Unternehmenhier ausbauen. „Wir nutzen konsequent die Fähigkeiten und Wettbewerbsvorteile dieses Standortes“, betont Technik-Vorstand Rainer Martens.     R.D




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