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Rolls-Royce voll im Trent

rr_trentDahlewitz - Die Trent-Triebwerksfamilie von Rolls-Royce setzt ihren Erfolgskurs fort. Mit dem Trent XWB hat das jüngste Modell mit dem ersten Prototyp des Airbus A350 XWB die Flugerprobung aufgenommen.


Mit bereits 1300 bestellten Exemplaren ist das Trent XWB das sich bisher am schnellsten verkaufende Modell der Antriebsfamilie. Mit bis zu 431 kN ist es auch die bisher stärkste Version. Der Fan mit knapp drei Metern Durchmesser saugt beim Start bis zu 1,3 Tonnen Luft pro Sekunde ein. Die 68 Hochdruckturbinenschaufeln rotieren mit 12 500 Umdrehungen pro Minute und erreichen dabei an den Spitzen fast doppeite Schallgeschwindigkeit. Bei Volllast hat die aus dem Triebwerk austretende Luft eine Geschwindigkeit von 1600 Kilometern pro Stunde.

Gerade erst konnten die Briten in ihrer Heimat einen doppelten Erfolg feiern. lnnerhalb weniger Tage erhielt British Airways die erste Boeing 787 mit dem Trent 1000 und den ersten Airbus A380 mit dem Trent 900. Elf von 16 Kunden des größten Verkehrsflugzeuges der Welt haben sich für die mächtige Antriebsvariante von Rolls-Royce entschieden.

Auf dem Aero-Salon in Paris konnte Rolls-Royce für die Trent-Familie Bestellungen und Wartungsabkommen von sechs Airlines und einer Leasingfirma im Gesamtvolumen von 4,7 Milliarden Euro vermelden. Kurz nach der Show ging dann noch ein Auftrag von Scandinavian Airlines zur Ausstattung von acht A350-900 mit dein Trent XWB und vier A330-300 mit dem Trent 700 für  insgesamt rund eine Milliarde Euro ein.

Das Trent 700 ist mit 1400 Aufträgen und mehr als 1000 Auslieferungen seit der Erstbestellung in 1995 das älteste und erfolgreichste Modell der aus dem Boeing 747-Triebwerk RB211 entwickelten Trent-Familie. Antriebe dieser Version absolvierten bisher mehr als 21 Millionen Flugstunden und kommen beim Airbus A330 auf einen Marktanteil von 57 Prozent. Das Trent 500 verleiht dem Airbus A340 seinen Schub und das Trent 800 kommt an der Boeing 777 zum Einsatz. Jüngste Version der Modellreihe ist das Trent 1000 TEN für die Boeing 787-10, dessen Entwicklung von Rolls-Royce begonnen wurde, nachdem Boeing kürzlich den Programmstart für die größte Dreamliner-Variante bekanntgegeben hatte.

 

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