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Technologischer Quantensprung für Sicherheit in Europa

BDLI 32Im Rahmen des deutsch-französischen Ministerrates (Juli 2017) sind Deutschland und Frankreich übereingekommen, ein künftiges Kampfflugzeug gemeinsam zu entwickeln, um langfristig ihre aktuellen Kampfflugzeugflotten zu ersetzen.

Im Rahmen der ILA 2018 wurde diese Übereinkunft durch die Unterzeichnung der High Level Common Operational Requirements Document, das erste konkrete Fähigkeitsforderungen an das zukünftige gemeinsame Luftwaffen-Waffensystem beschreibt, fortgesetzt. Am gestrigen 19. Juni 2018 haben die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre französische Amtskollegin Florence Parly im Rahmen des Deutsch-Französischen Regierungsgipfels eine Absichtserklärung zum gemeinsamen Voranschreiten des Projekts „Future Combat Air System (FCAS)" für die Luftstreitkräfte unterzeichnet.

Bei diesem zukunftsweisenden europäischen Kampfflugzeug handelt es sich um ein Waffensystem der nächsten Generation, das sowohl bereits existierende als auch zukünftige bemannte und unbemannte Komponenten in einem interoperablen Verbund vereinen wird.
Die im BDLI organisierten „Key-Player" der relevanten deutschen Industrie, der Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie der Forschungseinrichtungen haben ein gemeinsames Profil ihrer Fähigkeiten und Kernkompetenzen für ein FCAS herausgearbeitet. Die wesentlichen Ergebnisse dieses Prozesses sind in dem heute vom BDLI veröffentlichten Positionspapier zur Deutsch-Französischen Kooperation im Bereich FCAS enthalten.

Fazit: Die deutsche militärische Luft- und Raumfahrt ist auch für die Durchführung dieses zukunftsweisenden Verteidigungsprogramms exzellent aufgestellt. Dies gilt sowohl für Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen, die die Branche über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat, als auch für die industrielle Basis mit ihrem breiten Spektrum an Systemhäusern, Klein- und Mittelständischen Unternehmen sowie an international renommierten Forschungsinstituten. Darüber hinaus verfügt die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie über umfangreiche Erfahrung bei der Durchführung großer nationaler und internationaler Kooperationsprojekte.

Das Positionspapier enthält ebenfalls konkrete Vorschläge, damit die deutsche militärische Luftfahrtindustrie angemessen berücksichtigt wird und auf Augenhöhe mit den französischen Partnern agieren kann. Hierzu bedarf es einer aktiven Flankierung der deutschen politischen Seite.

FCAS verfügt über das Potential, ein Meilenstein der deutsch-französischen Kooperation sowie der zukünftigen gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik zu werden und wird einen unverzichtbaren Beitrag zur Stärkung der europäischen Sicherheit leisten.

Kontakt:
Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V.
Cornelia von Ammon
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 30 206140-14
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