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Pionierarbeit: MTU schließt Rahmenvertrag mit der Bundeswehr für die Betreuung des A400M-Antriebs TP400-D6

TP400 D6 test cellDie MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, betreut in den nächs-ten fünf Jahren alle TP400-D6 Antriebe der deutschen Airbus-Militärtransporter A400M. Der Rahmenvertrag wurde zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und der MTU geschlossen.

„Damit verfügt Deutschland jetzt über ein vollumfängliches Instandsetzungskonzept für das TP400-D6", freut sich Michael Schreyögg, Vorstand Programme bei der MTU. Weiter erklärt er: „Zusammen mit der Bundeswehr haben wir einmal mehr Pionierarbeit geleistet: Die MTU und die Luftwaffe waren in 2002 die Ersten im Markt, die eine Kooperation in der In-standsetzung von Waffensystemen gegründet haben. Nun sind wir das erste Unternehmen mit einer Zulassung, angelehnt an zivile MRO-Verfahren, welches das TP400-D6 instand setzt. Einmal mehr werden wir unserer Rolle als führender Systempartner der deutschen Streitkräfte gerecht."

Auch Oberst Ingo Feierabend, Produktmanager Nutzung A400M beim BAAINBw, ist mit dem Ergebnis der Vertragsverhandlungen sehr zufrieden: „Durch diesen Vertrag wird die Einsatz-bereitschaft des Triebwerks TP400-D6 und damit der A400M-Flotte der Luftwaffe für die nächsten fünf Jahre sichergestellt. Gleichzeitig ist es gelungen, den ersten nach DEMAR 145 genehmigten Betrieb zur Instandhaltung von militärischem Luftfahrgerät unter Vertrag zu nehmen. Ein Meilenstein, der wegweisend für weitere Projekte sein wird."

Mehrstufiges Instandhaltungskonzept
Die Instandhaltung der deutschen A400M-Antriebe umfasst mehrere Ebenen: Die Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten am Flügel (Maintenance Level 1 und 2) werden von der Luft-waffe geleistet; die intensiveren Dienstleistungen mit dem Maintenance-Level 2-OFF und 3 übernimmt die Industrie. Ziel des Instandhaltungskonzepts ist es, der Bundeswehr eine effizi-ente und auf die operationellen Anforderungen abgestimmte Instandsetzungsleistung zu ga-rantieren.

Für die MTU bedeutet das: Sie zeichnet für die Zerlegung der Triebwerke in die einzelnen Module und Anbaugeräte verantwortlich und leitet sie an den jeweiligen Hersteller zur In-standsetzung weiter. Das TP400-D6 ist ein Gemeinschaftsprojekt der größten Triebwerksher-steller Europas: Unter dem Dach des Triebwerkskonsortiums Europrop International (EPI) arbeiten die MTU, die spanische Industria de Turbo Propulsores, die französische Safran Air-craft Engines und Rolls-Royce aus Großbritannien zusammen. Jeder Partner kümmert sich um die Instandsetzung seiner Module. Der MTU-Bauanteil umfasst den Mitteldruckbereich - Mitteldruckverdichter, -turbine und –welle sowie auch die Endmontage aller Serienantriebe. Nach Rücklauf aller instandgesetzten Triebwerkskomponenten erfolgt der Zusammenbau der Antriebe wieder bei der MTU. Danach gehen die Triebwerke zur MTU Maintenance Berlin-Brandenburg und absolvieren dort die Abnahmetests. In Ludwigsfelde steht der einzige exis-tierende Serienprüfstand für das TP400-D6; er ist einer der modernsten der Welt.

Das TP400-D6 ist die stärkste Propellerturbine der westlichen Welt; vier Triebwerke bringen einen A400M-Militärtransporter in die Luft. Das dreiwellige Triebwerk hat einen Propeller mit einem Durchmesser von 5,3 Metern und kommt auf eine maximale Leistung von 11.000 Wellen-PS. Die Luftwaffe hat die ersten Airbus-Militärtransporter seit drei Jahren im Einsatz. Insgesamt werden die deutschen Streitkräfte 53 Flugzeuge erhalten.

Beim neuen Instandhaltungskonzept für das TP400-D6 mussten aus mehreren Gründen neue Wege beschritten werden: Das Triebwerk wird zwar in einem Militärtransporter eingesetzt, ist aber nach zivilen Maßstäben zertifiziert. Entsprechend musste die Instandhaltung aufge-setzt werden. Die erarbeiteten Regularien wurden in die neu geschaffenen European Milita-ry Airworthiness Requirements (EMAR) integriert; ihre Umsetzung regeln die nationalen In-standsetzungsanforderungen DEMAR145.

Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Repa-raturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Ferti-gung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbi-nen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2016 haben rund 9.000 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Ihre Ansprechpartner bei der MTU Aero Engines:
Eckhard Zanger
Leiter Unternehmenskommunikation
und Public Affairs
Tel.: + 49 (0)89 14 89-91 13
Mobil: + 49 (0) 176-1000 6158
Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Melanie Wolf
Senior Manager Presse
Tel.: +49 (0)89 14 89-26 98
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